Mit Feuereifer dabei

Antonia, Monika, Anna und Hannah von der Haldenwanger Grundschule finden ihre selbst gestaltete Blumenwiese auch ohne sommerliche Blütenpracht toll. Foto: Stodal

„Unsere Schulen blühen auf“ lautete das Motto eines Wettbewerbs, den Landrat Gebhard Kaiser Anfang Mai anlässlich des 40. Geburtstags des Landkreises ausgerufen hatte. Über tausend kleine Gärtner aus 28 Oberallgäuer Schulen beteiligten sich an der Aktion, bei der sie mit riesigem Engagement nicht nur um die schönste Blumenwiese auf dem Schulgelände wetteiferten, sondern das Thema auch im Unterricht von allen Seiten vertieften. Jetzt wurden an der Haldenwanger Grundschule die fünf Gewinnerschulen prämiert.

„Sie haben mit diesem Wettbewerb ganz vielen Lebewesen eine große Freude gemacht. Nicht nur uns Lehrern und Schülern, die alle ein tolles Gemeinschaftserlebnis und unheimlich viel Spaß hatten, sondern übers Jahr auch vielen vielen Insekten und nicht zuletzt den Vögeln, die momentan ihre Freude an der Sache haben“, lobte Haldenwangs Schulleiterin Rita Heubuch den Initiator der Aktion, den Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege in den Landkreisen Oberallgäu und Lindau, Bernd Brunner. Dieser zeigte sich bei seiner Präsentation der Siegergärten „tief beeindruckt“ vom Eifer der kleinen und großen Teilnehmer und von den Ergebnissen der Aktion, bei der auf Brachflächen im Umfeld der Schule üppige, teils durch selbst gefertigte künstlerische Objekte und Obstbäume ergänzte, liebevoll gepflegte Blumenwiesen entstanden. Er habe nie zu hoffen gewagt, dass sich so viele Schulen „so tief und über alle Jahrgangsstufen hinweg mit der Materie beschäftigen würden“, so Brunner. „Da geht einem das Herz auf.“ Eine fachkundige Jury ermittelte die fünf Siegerschulen, die mit ihrer Gestaltung und Pflege der Wiesenfläche, der thematischen Arbeit im Unterricht sowie ihrer Dokumentation des Projektes überzeugen konnten. Dies sind die Grundschulen Haldenwang, Altusried, Wildpoldsried (deren kleine Vertreter waren als Blumen verkleidet zur Preisverleihung erschienen), Rettenberg sowie die Grundschule Sonthofen an der Berghofer Straße. Sie alle teilen sich das von der Ilona Reining Stiftung aus Immenstadt gespendete Preisgeld in Höhe von insgesamt 3000 Euro. Landrat Gebhard Kaiser erläuterte die Hintergründe des Wettbewerbes, bei dem der Landkreis die Kosten für Saatgut und Ausführung trug: Man wolle dem fortschreitenden Verlust heimischer Wildblumenwiesen entgegensteuern, die Menschen in den Gemeinden für das Thema sensibilisieren, begeistern und zur Nachahmung anregen. Er wünsche sich, dass die Idee auch in Zukunft auf breiter Ebene weiter geführt werde, oder wie Haldenwangs Bürgermeister Anton Klotz es ausdrückte: „Ich hoffe, dass dieses Projekt keine einmalige Angelegenheit bleibt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes Schule macht.“

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