Feuerwehr braucht viel Geld

"Es regnet dort rein"

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Das Feuerwehrhaus am Pfeilergraben muss im kommenden Jahr saniert werden.

Kempten – Das Kemptener Amt für Brand- und Katastrophenschutz muss im kommenden Jahr deutlich mehr Geld investieren als heuer. Nach Angaben von Amtsleiter Stephan Rudolph steigt das Investitionsvolumen von 380 000 Euro in diesem Jahr auf 665 100 Euro in 2013. Vor den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses begründete Rudolph die höheren Ausgaben am Donnerstagabend mit zahlreichen Ersatzbeschaffungen für die Feuerwehr. Außerdem muss das Gerätehaus in der Rottachstraße in Teilen saniert werden.

Für rund 400 000 Euro muss die Kemptener Wehr im kommenden Jahr zwei neue Wechsellöschfahrzeuge kaufen, die das in die Jahre gekommene Tanklöschfahrzeug (TLF) 24/50 ersetzen sollen. Dazu kommen noch zwei Abrollbehälter für Wasser und Schaummittel. Wie Rudolph den Stadträten erklärte, kommt die Stadt damit aber günstiger weg als wenn sie das alte Tanklöschfahrzeug durch ein neues ersetzen. Denn zum einen seien die beiden Wechsellader leistungsfähiger als das TLF (mehr Löschmittel), zum anderen würden alle vier Neubeschaffungen vom Freistaat bezuschusst. Würde man lediglich ein neues TLF anschaffen, gebe es nur einen einmaligen Zuschuss. „Durch die Summe der vier Förderbeiträge entlasten wir den städtischen Haushalt“, erklärte Rudolph auf Nachfrage des KREISBOTEN. 

Ersatz muss her

Weitere 158 000 Euro sind für Ersatzbeschaffungen vorgesehen und 100 000 Euro für die Planung des neuen Feuerwehrgerätehauses in St.-Mang (der KREISBOTE berichtete). Die voraussichtlichen Gesamtkosten für den Neubau an der Duracher Straße/Friedhofweg bezifferte Amtschef Rudolph am Donnerstag auf etwa 1,8 Millionen Euro.

Darüber hinaus sind im kommenden Jahr 514 000 Euro für den Unterhalt der insgesamt acht Feuerwehrgerätehäuser vorgesehen. Rund 400 000 Euro fließen dabei in die Sanierung bzw. Umbau des Gerätehauses in der Rottachstraße. So müssen Gebäudehülle, Betonflächen, Dach und Fenster im Gebäude am Pfeilergraben im kommenden und nächsten Jahr ertüchtigt werden. „Es regnet dort durch die Fenster rein“, berichtete Amtsleiter Rudolph im Plenum. Schiebe man die Arbeiten noch weiter auf, würden langfristige und teure Folgeschäden drohen. Zudem müssten Brandschutzauflagen erfüllt und der Sanitärbereich ausgebaut werden. Dabei soll  auch eine räumliche Trennung der Anlagen für Männer und Frauen erfolgen.

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