Feuerwehr auf dem neuesten Stand

Der Stolz der Fahrzeugflotte der Feuerwehr sind die sieben neuen Fahrzeuge, deren Schlüssel OB Dr. Ulrich Netzer (rechts) am Wochenende an die Tagwache Kempten und die Löschzugsführer der Löschzüge aus Lenzfried, St.-Mang, Hohenrad und Leubas übergibt. Spielberg

Gleich siebenmal durfte sich die Kemptener Feuerwehr am vergangenen Samstagvormittag freuen: In Gegenwart zahlreicher Gäste wurden der auf dem Feuerwehrhof Rottachstraße in Regimentsstärke versammelten Wehr durch OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) feierlich sieben neue Einsatz-Fahrzeuge übergeben. „Sieben auf einen Schlag!” so drückte es der OB aus. Gleichsam stellte er sich und den Anwesenden die Frage, wann in der Stadtgeschichte schon einmal eine solch große Anzahl an neuen Fahrzeugen den Schutzbefohlenen des heiligen St. Florians übergeben werden konnte.

Die feierliche Übergabe mit anschließender Fahrzeugweihe stand am Ende eines Feuerwehrbedarfsplans, der im November 2007 vom Amt für Brand und Katastrophenschutz ins Leben gerufen wurde. Der Plan soll sicher stellen, dass die Feuerwehr Kempten zu ihren oft schwierigen und teils gefährlichen Einsätzen in den Bereichen Brandbekämpfung, technischen Hilfestellungen und eben auch der Menschenrettung mit der dafür notwendigen technischen Ausstattung anrücken kann. Dass diese Auffrischung des bestehenden Geräte- und Fahrzeugparks dringend nötig war, belegt die Tatsache, dass zur Zeit der Erstellung des Bedarfsplans 60 Prozent der vorhandenen Fahrzeuge älter als 20 Jahre waren und teilweise seit 40 Jahren im Dienst standen. Trotzdem lässt sich nicht sagen, die Kemptener rückten bisher mit museumsreifen „Oldtimern” zu ihren Einsätzen aus, da Feuerwehrfahrzeuge immer wieder technisch auf den neuesten Stand gebracht werden und diese lange Zeit im Einsatz bleiben. Einheitliche Ausstattung Trotzdem, nach Jahren der fortwährenden Nutzung müssen irgendwann doch neue Fahrzeuge besorgt und in Dienst gestellt werden. Dabei ist es sinnvoll, nicht von Zeit zu Zeit den bestehenden Geräte- und Fahrzeugpark zu ergänzen und zu verjüngen, sondern eine Großbestellung zu tätigen, da hier nicht unerhebliche Rabatte erzielt werden können. Das forderte zwar in diesem Fall Geduld von den ehrenamtlichen Helfern, insbesondere vom Löschzug 3 aus Lenzfried. Dafür konnte aber sichergestellt werden, dass neben der Kostenersparnis nun einheitliche Fahrzeuge mit einem durchdachten Ausstattungskonzept an die Einheiten der hauptamtlichen Tagwache, dem Löschzug 3 aus Lenzfried, dem Löschzug 4 aus St.-Mang, dem Löschzug 13 aus Hohenrad sowie dem Löschzug 14 aus Leubas übergeben werden. Einheitliches Ausstattungskonzept bedeutet, dass gewährleistet ist, dass die freiwilligen Feuerwehrleute an Fahrzeugen mit nahezu gleicher technischer Ausstattung ausgebildet werden und somit die Fahrzeuge innerhalb der Einsatzstätten rochieren können, ohne dass die Feuerwehr-Teams jeweils in die einzelnen Fahrzeugkonzepte neu eingewiesen werden müssen. Alle neuen Fahrzeuge der Wehr können somit nahezu von allen Wehrleuten eingesetzt und benutzt werden. Angeschafft wurden drei Löschgruppenfahrzeuge des Typs LF 10 aus dem Hause Mercedes Benz/Rosenbauer für Erstmaßnahmen bei der Menschenrettung, der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung. Dazu kommt ein Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20, das mit einem hydraulischen Rettungssatz, einem größeren Wassertank und einer besonderen Ausstattung für Erstmaßnahmen im Gefahrstoff- und Strahlenschutzeinsatz aufwarten kann. Den Löschgruppen 13 und 14 konnte zudem jeweils ein neues Mehrzweckfahrzeug des Typs Mercedes Sprinter CDI 315 zum Transport von Personal und technischem Gerät übergeben werden. Zu guter Letzt durften sich die Brandbekämpfer auch über die Bereitstellung eines neuen Kommandofahrzeugs des Typs Audi Q5 freuen. Insgesamt wurde somit für die Erneuerung des bestehenden Fuhrparks , der in Bälde um ein achtes Versorgungs-Fahrzeug ergänzt wird, eine Summe von 1,4 Millionen Euro ausgegeben, von der anteilig rund 280 000 Euro durch die Regierung Schwaben übernommen wurden.

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