Feuerwehr soll Sport treiben

Für die aktiven Feuerwehrleute der Kemptener Wehr soll ein Fitnessprogramm eingeführt werden. Das berichtete Stephan Rudolph, Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz, in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Montag vergangener Woche.

Das Fitnessprogramm sei nötig, da die Feuerwehr nicht mehr genügend taugliche Träger für die Atemschutzgeräte habe, so Rudolph weiter. Den Feuerwehrleuten soll kostenloses Training in Fitnessstudios ermöglicht werden, die sie in ihrer Freizeit aufsuchen können. Für das Fitnessprogramm sind im Budgetplan 2010 20000 Euro veranschlagt. Stadtrat Helmut Hitscherich (UP/ödp) bemängelte die hohen Ausgaben für das Programm. Rudolph erklärte, dass man mit anderen Städten, die ein solches Programm bereits haben, Erfahrungen ausgetauscht habe und deshalb diese Summe veranschlagt habe. Natürlich werde man nur soviel Geld ausgeben, wie nötig ist. Ziel des Fitnessprogramms ist es, die ehrenamtlichen Feuerwehrleute fit zu machen, um die Einführung einer hauptamtlichen Feuerwehr zu vermeiden, die erhebliche Mehrkosten mit sich bringen würde. Auf Nachfrage von Stadtrat Johann Lederle (CSU) schilderte Rudolph, dass die körperliche Fitness der Feuerwehrleute regelmäßig kontrolliert werde, da man von den Fitnessstudios ein Feedback bekäme, wie oft jemand da ist. Außerdem gibt es die Untersuchung G26/3, die die Feuerwehrleute dann bestehen sollten. Stadtrat Erwin Hagenmaier (CSU) merkte an, dass man bei dem Fitnessprogramm mit dem Patenverein TVK kooperieren sollte, um Kosten zu sparen. Amtsleiter Rudolph bestätigte, dass man daran gedacht habe. Abschließend vertrat Stadtrat Alexander Hold (FW) die Meinung, dass ein solches Programm gerechtfertigt sei, da die Feuerwehrleute auf ehrenamtlicher Basis arbeiten und man ihnen dafür wenigstens kostenloses Fitnesstraining ermöglichen sollte. Weitere 20000 Euro hat das Amt für Brand- und Katastrophenschutz für eine professionelle Personalgewinnung angesetzt. Eine Werbeagentur soll damit beauftragt werden, ein Konzept zu erstellen, die jungen Menschen den ehrenamtlichen Einsatz für die Feuerwehr schmackhaft macht. Zudem soll die bestehende ehrenamtliche Feuerwehr Aufklärungsarbeit leisten, um neues Personal zu gewinnen. Außerdem benötigt die Feuerwehr im kommenden Jahr ein neues Mehrzweckfahrzeug im Wert von 65000 Euro. 2011 sollen zwei neue Löschfahrzeuge für je 300000 Euro angeschafft werden. Ein weiterer Kostenpunkt ist die Integrierte Leiststelle, die in absehbarer Zeit in Betrieb genommen wird. 800000 Einsätze pro Jahr soll sie abwickeln, so Rudolph. Bezahlt werden die anfallenden Kosten dabei hauptsächlich von den Krankenkassen. Die übrigen Kosten tragen die Landkreise und die Städte.

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