Konzept wird fortgeschrieben

Einzelhandel wird weiter geschützt

Kempten – Trotz aller Kritik soll das Einzelhandelskonzept der Stadt Kempten fortgeschrieben werden. Darauf einigte sich der Haupt- und Finanzausschuss am Montagabend vergangener Woche.

Unumstritten war die Entscheidung jedoch nicht: CSU-Fraktionschef Erwin Hagenmaier und Helmut Hitscherich UB/ödp) stimmten nach zum Teil deutlicher Kritik dagegen. Das Konzept schlägt zum Schutz der Einkaufsinnenstadt den Verbot von Einzelhandel in bestimmten Bereichen der Stadt aus.

„Das Einzelhandelskonzept ist eine wichtige konzeptionelle Grundlage und hat Planungssicherheit gebracht“, bilanzierte Dagmar Lazar, Leiterin des Amts für Wirtschaft und Stadtentwicklung. OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) ergänzte: „Die Entwicklung hat uns bestärkt.“

Da seit 2009, dem Jahr der Verabschiedung des Konzepts, sich aber einiges in der Stadt veränderte habe, müsse das Papier aktualisiert werden.

Deutliche Kritik übte Helmut Hitscherich von der UB/ödp. Viele Punkte des bisherigen Konzepts seien noch gar nicht abgearbeitet. In einigen Stadtgebieten, beispielsweise im Haubenschloß, habe sich die Situation seit 2009 sogar verschlechtert. „An etlichen Stellen ist nichts passiert“, kritisierte er. „Warum eine Ergänzung, wenn das alte noch nicht umgesetzt wurde? Das will mir nicht in den Kopf.“

Dr. Richard Schießl, Leiter des Referats I, widersprach Hitscherich: „Das Konzept ist kein Handlungskatalog, der Punkt für Punkt abgearbeitet wird, sondern ein Handlungsrahmen“, erläuterte er. Jeder Investor solle wissen, „hier sind die Grenzen.“ Harald Platz (CSU) sprach sich ebenfalls für eine Fortschreibung aus: „Es ist richtig, das Konzept fortzuschreiben und zu sehen, wo wir stehen.“   Matthias Matz

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