"Fit fürs Leben"

Schülerbegegnung zwischen Robert-Schuman-Mittelschule und Partnerschule in Trient

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Gegenseitiges Kennenlernen, Kommunikation und Berufsorientierung standen im Mittelpunkt der Schülerbegegnung.

Kempten – „Fit fürs Leben“, so lautete das Motto der Schülerbegegnung zwischen der Robert-Schuman-Mittelschule, Sankt Mang und ihrer Partnerschule Scuola Media Segantini-Bronzetti in Trient.

Eine sehr erlebnisreiche Woche verbrachten die Schüler/innen je einer 7. Klasse der Mittelschule aus Kempten (der ersten und bisher einzigen in Bayern in solch einem Projekt) und Trient/Italien in der Jugendbildungsstätte Babenhausen zum Thema „Fit fürs Leben – Wer bin ich? – Was kann ich? – Was will ich?“, einem Pilotprojekt des Bayerischen Jugendrings.

Im Mittelpunkt der Begegnung stand die „Berufsorientierung“, wobei viele Spiele zum gegenseitigen Kennenlernen, zur Kommunikation und zur Teambildung (Welches Team baut aus Luftballons, Zeitungspapier und Klebeband den höchsten stabilen Turm?) als Grundlage dienten.

Bei einem Besuch der Robert-Schuman-Mittelschule, Sankt Mang, konnten die Jugendlichen in verschiedenen Workshops in der Schulküche (Zubereitung eines Früchtejoghurts mit Aufessen!), im Raum für Werken und Technisches Gestalten die Herstellung eines Holzkreisels und zur Konzentrationsschulung einen Trommelkurs absolvieren, was die italienischen Partner so alles an ihrer Schule nicht kennen. In der Mensa fand das gemeinsame Mittagessen statt, bevor es zur nachmittäglichen Arbeit ins Kempodium in Kempten ging.

Unter Anleitung der Meister durften sie in drei Gruppen je eine Stunde in den Gewerken arbeiten. Im Bereich Metall wurden sie beim Sägen, Biegen und Schweißen von defekten und nur in Resten vorhandenen Besteckteilen äußerst kreativ – von stehenden Männchen und Vögeln bis zu diversen anderen (Fabel-)Tieren war alles drin. Ein Schneidebrett herzustellen und zu verzieren war ihre Aufgabe im Bereich Holz. Viele dachten hierbei an ihre Eltern und brannten deren Namen und gute Wünsche für sie mit ein. „Schieße mit einem Farbpfeil dein eigenes Gemälde“, so lautete der Arbeitsauftrag in der Malerwerkstatt. Es entstanden farbenfrohe und unerwartete Bilder – je nach Treffer mit den Farben – manchmal hatte sich auch ein bunter Pfeil auf ein anderes Blatt verirrt.

Für die Jugendlichen war das ein sehr anregender Tag, an dem sie auch erleben konnten, was es bedeutet, mehrere Stunden konzentriert zu arbeiten. Aber da sie ihre „Werke“ mitnehmen durften, fühlten sie sich doch alle sehr stolz, viel geschafft zu haben.

Ein Highlight war die Betriebsführung in der Klosterbeurer Ziegelfabrik – „vom Ton zum versandfertigen Ziegel in einem Industriebetrieb“. Hier konnten sie das Entstehen eines allen bekannten Produktes fast ohne menschliches Zutun beobachten. Die wenigen Personen in der Produktion überwachten die Abläufe an den verschiedenen Fertigungsstraßen und den Brennöfen (bis 1000 Grad Celsius!) – viele Fragen zeugten vom großen Interesse.

Natürlich kam auch das Kennenlernen der Umgebung nicht zu kurz. Ein Ausflug an den Bodensee mit aufregender Gondelfahrt auf den Pfänder (Besuch des Alpenzoos), einer kurzen Schiffsreise von Bregenz nach Lindau und eine Stunde gemeinsames Bummeln, Shoppen und Eisessen bei strahlendem Sonnenschein rundeten das ausgefüllte und anstrengende Programm ab.

Auf eine „Wettertafel“ klebten die Schüler jeden Abend einen bunten Punkt, je nach Gefühlslage und Gefallen der Tagesgestaltung und Inhalte. Die meisten sammelten sich bei sehr gutem bis gutem „Wetter“ an.

Trotz des wirklich durchwachsenen Wetters konnten die SchülerInnen dank Tom Otto, dem „Projektmanager“, Michael Sell, dem Leiter der Jugendbildungsstätte Babenhausen und dem Bayerischen Jugendring viel erleben, viel gestalten und entdecken, welche Interessen und Neigungen in ihnen schlummern.

In dieser Woche bildeten sich über die sprachlichen Barrieren hinweg enge Freundschaften zwischen den deutschen und italienischen Schülern, die sicherlich noch lange anhalten werden; eine WhatsApp-Gruppe wurde eingerichtet.

Es bewies sich, dass Jugendliche auch ohne große Kenntnisse der jeweils anderen Sprache zueinander finden, was der Idee einer engen europäischen Beziehung entspricht.

kb

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