Erster Schritt gemacht

Wohnen auf der "Funkenwiese"?

+
Diese Wiese im Stiftallmey an der Leutkircherstraße, auf der derzeit ein Bolzplatz ist, und die immer für den Funken genutzt wird, könnte in einigen Jahren bebaut sein.

Kempten – Die Nachfrage nach Wohnungen in Kempten ist groß. Deshalb sucht die Stadt nach Grundstücken, auf denen nachverdichtet werden könnte. Fündig geworden ist die Verwaltung im Stiftallmey, hier könnte die sogenannte „Funkenwiese“ an der Leutkircher Straße bebaut werden.

Der Bauausschuss beschloss am Dienstagabend einstimmig die dafür nötigen Änderungen des Bebauungs- und des Flächennutzungsplans.

Derzeit entstehen in Kempten rund 600 Wohnungen, erläuterte Stadtplanungsamtsleiterin Antje Schlüter. Die Nachfrage sei jedoch ungebrochen. Als erste von mehreren Maßnahmen soll nun der Weg für eine Wohnbebauung auf der „Funkenwiese“ frei gemacht werden. Wie Schlüter erläuterte, ist die Fläche derzeit als Gemeinbedarf ausgewiesen, vorgesehen war das Grundstück im bisherigen Bebauungsplan für Schule, Kinder- garten, kirchliche Einrichtungen oder soziale Nutzungen. Doch bereits seit einigen Jahren stehe fest, dass hier keine Schule mehr errichtet wird, da die Haubenschloßschule genügend Kapazität auch für die Kinder aus dem Stiftallmey und aus Rothkreuz habe.

Ziel des nun eingeleiteten Bebauungsplan-Änderungsverfahrens ist laut Schlüter die Schaffung von Wohnraum, aber auch die Erhaltung des vorhandenen Biotops. Für den Funken müsse ein neuer Standort gefunden werden. Die Bürger sollen in die Planungen frühzeitig einbezogen werden.

Es werde sicherlich nicht einfach, die Bürger von den neuen Plänen zu überzeugen, aber diese Fläche eigne sich zur Nachverdichtung, betonte CSU-Fraktionschef Erwin Hagenmeier. „Ich bin sicher, dass es dafür einigen Schweiß bedarf.“

„Wir stellen damit ein Stück Zukunft für die eigene Stadt sicher“, stellte OB Thomas Kiechle klar. Es werde dort sicherlich eine Mischform an Bebauung geben, stellte er in Aussicht.

Am Donnerstagabend, nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe, musste auch der Stadtrat über die Einleitung des Änderungsverfahrens abstimmen.

Melanie Weidle

Auch interessant

Meistgelesen

Bezirksmusikfest in Probstried
Bezirksmusikfest in Probstried
Feiern verbindet
Feiern verbindet
Schüler zeigen Einsatz
Schüler zeigen Einsatz
Indien trifft Allgäu
Indien trifft Allgäu

Kommentare