Ehre, wem Ehre gebührt

Top-Leistung der Fleischer-Fachklasse der Staatl. Berufsschule III in Kempten

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Die Fleischerklassen der Staatlichen Berufsschule III in Kempten wurden für die von ihnen hergestellten Wurstwaren im Schulklassenwettbewerb für Fach-, Berufs- und gewerbliche Schulen des Fleischerhandwerks der DLG mit insgesamt fünf Medaillen ausgezeichnet (von links): OStD Hans Etzler, Schulleiter der Berufsschule III, Azubis Michael Roßkopf, Fachlehrer Johann Reffler, Azubi Bangaly Sidibe und Karl Schuster, stellvertretender Obermeister der Fleischer-Innung Allgäu.

Kempten – Die Fleischer-Ausbildung der Staatlichen Berufsschule III Kempten ist top, das wurde wieder durch die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) offiziell bestätigt.

In dem neu geschaffenen Schulklassenwettbewerb für Fach-, Berufs- und gewerbliche Schulen des Fleischerhandwerks konnten die drei Fleischerklassen insgesamt fünf Medaillen erringen: Fleischerklasse 12 jeweils eine Goldmedaille für Leberkäse und Cabanossi, Fleischerklasse 11 jeweils eine Silbermedaille für Delikatessleberwurst und grobe Leberwurst sowie Fleischerklasse 10 eine Silbermedaille für Hausmacher Leberwurst. 

An dem Wettbewerb nahmen 32 Klassen aus 22 Schulen teil. Sie reichten insgesamt 58 Proben ein. Erstmals mussten sich die Auszubildenden im Fleischerhandwerk nicht mehr im Vergleich mit großen Unternehmen behaupten, sondern ihre Produkte wurden in dem Schulklassenwettbewerb der DLG gesondert bewertet. Dadurch hat die DLG faire Wettbewerbsbedingungen geschaffen, begrüßen Karl Schuster, stellvertretender Obermeister der Fleischer-Innung Allgäu, Schulleiter OStD Hans Etzler und Fachlehrer Johann Reffler übereinstimmend die Neuregelung. Insbesondere, dass auch den erfolgreichen Auszubildenden Urkunden ausgehändigt werden. Damit erhält nicht nur der Auszubildende selbst sein Können bestätigt, sondern der Ausbildungsbetrieb kann das Zertifikat als Nachweis für seine Ausbildungsqualität nutzen, z. B. im Ladenraum aushängen, ergänzt Schuster. Die DLG-Sachverständigen erstellen darüber hinaus für jedes eingereichte Produkt ein Experten-Gutachten. Dieses enthält für die Nachwuchskräfte wichtige Hinweise zur Qualitätsoptimierung. 

Mit dem neuen Schulklassenwettbewerb will die DLG ein Zeichen für Qualität setzen und den Nachwuchs frühzeitig dafür sensibilisieren. Denn einem ausgeprägten Qualitätsbewusstsein komme heute als Erfolgsfaktor eine entscheidende Bedeutung zu. Das ist auch ganz im Sinne der Fleischer-Innung Allgäu. Schuster betont den hohen Wert der handwerklichen Ausbildung, gerade in einem Beruf wie dem des Fleischers. Bei Wurst und Fleisch handele es sich immerhin um „Lebens“-Mittel, daher sollte bei der Herstellung unbedingt auf beste Qualität geachtet werden. Wobei erfreulich ist, dass das Interesse der Schulabgänger an einer Ausbildung im Fleischerhandwerk zunimmt. Das kommt auch der Staatlichen Berufsschule III Kempten als Kompetenzzentrum für die Ausbildung im Fleischerhandwerk zugute. 

Sie könne getrennte Klassen für Fleischer/-innen und Fleischereifachverkäufer/-innen bilden, erläutert OStD Hans Etzler. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Für Fachlehrer Johann Reffler war dies die letzte DLG-Prüfung unter seiner Leitung. Er scheidet zum Ende des Schuljahrs aus dem Schuldienst aus, denn im Juli hat er sein Ziel, 50 Berufsjahre, erreicht, nach 19-jähriger Tätigkeit in einer Metzgerei im Verkauf und 31 Jahre in der Berufsschule. Bereits seit 2003 nehmen die Fleischer-Auszubildenden unter seiner Leitung mit großem Erfolg am DLG-Wettbewerb teil. Sein größter Wunsch im Rahmen dieser Tätigkeit, wenigstens einmal auch für die Weiß- wurst mit Gold ausgezeichnet zu werden, erfüllte sich im vergangenen Jahr.

prb

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