Fleißige Schüler

So eifrige Schüler wünscht sich mancher Lehrer auch beim regulären Schulbetrieb. Am Tag der offenen Tür präsentierten die Schüler des Allgäu-Gymnasiums jedenfalls mit Feuereifer ihre vielfältigen Aktionen. Gleich am Eingang standen Schüler mit einem Willkommensangebot bereit: eine persönliche Führung durch das große Gebäude. Wer sich lieber selbständig bewegen wollte, hatte durch die bunten Markierungen leichtes Spiel sich zurechtzufinden.

Zum 175-jährigen Bestehen der schulischen Einrichtung hatten sich alle Klassen, Fachschaften und Wahlkurse etwas einfallen lassen und so einen bunten Reigen aus Wissen, Kunst, Kultur, Spaß und Kulinarischem gezaubert. Hinter jeder Tür gab es etwas zu entdecken. Verlockend begleiteten einen die Düfte von Cream Tea, frischen Waffeln, spanischen Tapas und vielem mehr, die aus diversen Klassenzimmern strömten. Lesungen eigener Gedichte waren ebenso im Angebot wie witzig verpackte Kostproben erworbener Fremdsprachenkenntnisse oder kleine Stehgreifspiele. Roboter aus dem Allgäu Richtig technisch ging es dagegen bei der Vorführung von Lego-Robotern zu, die selbst gebaut und programmiert werden. „Eigentlich läuft das Wahlfach unter Begabtenförderung“, erklärte Manfred Peteranderl, der die insgesamt 50 Teilnehmer zusammen mit Kursleiter Rainer Wildzbach unterrichtet. In zwei Gruppen aufgeteilt können hier Schülerinnen und Schüler bis zum Alter von 16 Jahren an acht Robotern experimentieren. Die Gruppe für Fortgeschrittene habe erst kürzlich wieder einen Teilpreis beim Regionalentscheid Bayern Süd im Rahmen des weltweiten Wettbewerbs „First Lego League“ erhalten: Bestes Roboterdesign, was bedeute, „am besten konzipiert und programmiert“, freute sich Peteranderl. Aber nicht nur wissenschaftliche Aufgaben hätten die Teilnehmer des Wahlfachs zu lösen. „Auch an der Sponsorensuche müssen sie sich beteiligen“, hob der Pädagoge hervor. Zwar sei der Kurs immer heiß begehrt, aber Mädchen würden sich kaum anmelden, bedauerte er das Ungleichgewicht. Während die Lego-Roboter ihre Kunststücke zum Besten gaben, köchelten im Chemielabor Orangenschalen vor sich hin. Hier konnte man hautnah erleben, wie das ätherische Öl für die Duftlampe durch Destillation gewonnen wird. Interessiert besuchten auch die Schüler gegenseitig ihre Aktionen, denn jeder durfte sich dafür vom eigenen Standort eineinhalb Stunden „frei“ nehmen.

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