Flexibles, unkompliziertes Angebot

Der Kinderschutzbund Kempten bietet vier Mal pro Woche eine offene Kinderbetreuung an. Zusammen mit Benedikt Mayer (v.l.) informierte sich OB Dr. Ulrich Netzer bei der Kinderschutzbund-Vorsitzenden, Cathrin Haller, über das Angebot. Foto: Läufle

Große Augen bekamen die elf Kleinkinder, die am Dienstagvormittag in der offenen Kinderbetreuung des Kinderschutzbundes Kempten (KSB) waren, als plötzlich Besuch in „ihr“ Spielzimmer kam. OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) informierte sich zusammen mit Jugend-, Schul- und Sozialreferent Benedikt Mayer über die Angebote des örtlichen Kinderschutzbundes, die die Stadt finanziell unterstützt.

Die „offene Kinderbetreuung“ ist für Kinder von ein bis drei Jahren gedacht und bietet eine flexible und unkomplizierte Entlastung für Eltern oder Großeltern. Steht ein Arzttermin oder ein Behördengang an oder möchten Mutter, Vater, Oma oder Opa einfach mal einen freien Vormittag, können sie ihr Kind oder Enkelkind ohne Voranmeldung von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 12 Uhr beim Kinderschutzbund Kempten abgeben. Dort kümmern sich Erzieherinnen um die Kleinen. „Das ist ein sehr unterstützendes Angebot und kann entlastend sein für die Eltern“, erläuterte Cathrin Haller, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Kempten. Referatsleiter Benedikt Mayer sah darin auch eine Chance, kleinere Kinder mit anderen zusammenzubringen. Wie viele Kinder an einem Tag kommen, wissen die Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes nie. Mal kommen drei, mal 13. „Das ist der Charme der offenen Betreuung“, meinte Haller. Die Betreuung der Kleinkinder kostet für Mitglieder des Kinderschutzbundes vier, für Nichtmitglieder fünf Euro. Das Projekt „offene Kinderbetreuung“ gibt es in Kempten bereits seit über zehn Jahren. „Das ist ein wichtiges, ergänzendes Angebot für die Stadt“, betonte OB Netzer. Allein dieses Projekt unterstützt die Stadt daher mit 6000 Euro pro Jahr. Zusätzlich erhält der Kinderschutzbund noch rund 31 000 Euro für seine weiteren Angebote wie den „offenen Babytreff“, die Schrei- und Schlafsprechstunde, Familienpaten, Sprachpaten, Babysittervermittlung, Kidspoint, Eltern- kurse oder das Projekt „Glühwürmchen“. Hinter diesen ganzen Angeboten steckt viel ehrenamtliche Arbeit. Cathrin Haller zufolge engagieren sich zwischen 20 und 30 Personen ehrenamtlich im Kinderschutzbund. Die Unterstützung der Stadt helfe sehr. Ohne sie wäre die Arbeit nicht machbar, unterstrich Haller. „Sie gibt uns die Power, weiterzumachen.“ Weitere Informationen zu den Angeboten des KSB gibt es auch im Internet unter www.kinderschutzbund-kempten.de oder unter der Telefonnummer 0831/14 322.

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