Bürgerkontakt auf Augenhöhe

Florian Höld ist neuer Leiter des Kemptener Sozialamtes

Das Sozialamt hat mit Florian Höld einen neuen Leiter. Juli 2021
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Das Sozialamt hat mit Florian Höld einen neuen Leiter.
  • VonAntonia Knapp
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Kempten – Das Amt für soziale Leistungen und Hilfen, auch „Sozialamt“ genannt, hat einen neuen Leiter: Florian Höld. In der Stadtverwaltung ist der gebürtige Kemptener kein Unbekannter, sondern „ein bestens verwurzeltes Eigengewächs“, so Oberbürgermeister Thomas Kiechle.

Seitdem er 2003 sein duales Studium an der Hochschule in Kempten abgeschlossen hat, arbeitet Höld bei der Stadt; von 2006 bis 2010 war er als Sachbearbeiter beim Sozialamt tätig. Von dort aus gelang ihm der erste „Karrieresprung“: Rund zehn Jahre lang war er als stellvertretender Amtsleiter „die rechte Hand“ von Stadtkämmerer Matthias Haugg.

Höld bewarb sich mit Erfolg auf die intern ausgeschriebene Stelle und ist so im April als Amtsleiter an seine frühere Wirkungsstätte zurückgekehrt. Der Wechsel von den Finanzen zum Sozialen mag nicht ganz alltäglich sein, doch sowohl Kiechle als auch Thomas Baier-Regnery, Referent für Jugend, Schule und Soziales, sind überzeugt, die verantwortungsvolle Aufgabe „in sehr gute Hände“ gegeben zu haben. Auch im Finanzbereich „arbeiten nicht nur Zahlenmenschen mit Scheuklappen“, sagt Höld selbst. Gerade in Zeiten knapper Kassen sei sein Werdegang ein Vorteil und als Sachbearbeiter für Sozialhilfesuchende habe er auch diesen Verwaltungsbereich „von der Pike auf“ kennengelernt.

Außerdem verfüge Höld über „Sensibilität und Verständnis“ für die vielfältigen und oft schwierigen Lebenslagen der Bürger, bescheinigte ihm Baier-Regnery. Der junge Familienvater sei „ein toller Typ“, passe gut „in die Riege der Amtsleiter“ und werde „von sich hören lassen“. Bereits während der ersten Monate in seiner neuen Position habe er gezeigt, dass ihm auch unter den besonderen Arbeitsbedingungen der Pandemiezeit zupackende, „hemdsärmelige“ Lösungen gelingen.

Höld selbst will die gute Arbeit seiner Vorgängerin Claudia Faust „auf hohem Niveau“ fortführen und dabei zwei Schwerpunkte setzen: Besonders wichtig ist ihm, den Bürgern auch weiterhin als qualitätvoller Dienstleister zur Seite zu stehen. Wer einen Rechtsanspruch auf soziale Leistungen hat, soll ihn auf Augenhöhe und ohne falsche Schamgefühle geltend machen. Er wolle keinen Antragsteller verlieren und niemandem das Gefühl vermitteln, als Bittsteller auftreten zu müssen. Das Sozialamt habe zudem die Aufgabe, zukunftsweisende Konzepte zu entwickeln, um auch langfristig den Bedürfnissen aller Generationen gerecht zu werden – von Teilhabe und Bildung für Kinder bis zur Unterstützung bei Altersarmut. „Wir sollten auf einen Bedarf nicht erst reagieren, wenn er da ist, sondern vorausschauende, passgenaue Antworten bereithalten“, bekräftigt Baier-Regnery.

Ein weiteres „Feld, auf dem ich mich tummeln werde und das ich weiterentwickeln will“, ist für Höld das „sehr gute Netzwerk“, in dem verschiedene Ämter mit den Trägern der freien Wohlfahrtspflege, Vereinen, Beratungsstellen, Tafeln und Wärmestube zusammenwirken, um stets im Blick zu haben, „was die Menschen brauchen“.

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