Grüne will Nachfolgerin von Klotz werden

Rietzler kandidiert

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Christine Rietzler

Haldenwang – Die Vertreter der Grünen offenen Liste nominierten in der vergangenen Woche Christine Rietzler einstimmig als Bürgermeisterkandidatin.

Die 54-Jährige, die seit 27 Jahren mit ihrer Familie in Haldenwang lebt und dort politisch und sozial sehr aktiv ist, tritt damit gegen Josef Wölfle, Kandidaten der CSU/FW, um die Nachfolge von Anton Klotz an. „Haldenwang ohne Toni Klotz – unmöglich hört man viele sagen“, eröffnete Rietzler ihre Nominierungsrede. „Doch ich wage das ´Unmögliche´ und traue mir zu, Bürgermeisterin zu werden.“ 

Die 54-jährige gebürtige Kraftisriederin weist fundierte politische Erfahrung auf. Seit 1996 ist sie im Gemeinderat und seit 2002 im Kreistag. Fast zehn Jahre lang war Rietzler Jugendbeauftragte von Haldenwang, seit 16 Jahren gestaltet sie mit anderen als Kulturbeauftragte das Kulturprogramm der Gemeinde. Seit 2000 arbeitet die Mutter von vier Kindern, die bereits 30 Jahre mit ihrem Mann Alfred verheiratet ist, als Pflegedienstleitung in der Tagespflege, an deren Aufbau sie maßgeblich beteiligt war. Sie habe nicht vor, die Politik von Klotz zu kopieren. Vielmehr werde sie als Bürgermeisterin ihren eigenen Weg gehen, so Rietzler. 

Dabei helfe ihr ihre vielseitige Ausbildung und ihre Erfahrungen. „Das sollte reichen für alle (Not-)Fälle im Rathaus!“ zeigte sie sich optimistisch. In ihrer Politik wolle sie zwar grüne Akzente setzen, dabei aber mit den anderen Parteien kooperieren, denn „Dorfgemeinschaft geht vor Parteipolitik.“ Wichtig sei ihr, bei allen Politikthemen, wie etwa dem vom Energiebeirat erarbeiteten Energiekonzept, die Bürger in die Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen. Beim Thema Dorfentwicklung werde es eine Herausforderung, den Dorfcharakter zu erhalten und neue Gebäude passend dazu zu gestalten. „Wir haben ein gesundes Verhältnis an kleinen bis mittleren Handwerks- und Gewerbebetrieben. Diese will ich unterstützen und auch Erweiterungsflächen zur Verfügung stellen, wenn sie gebraucht werden.“ 

 Wichtig sei ihr dabei, dass die Ausweisung von neuen Flächen behutsam erfolge. Beim Thema Verkehr könne sie sich vorstellen, Elektroautos und –fahrräder in der Gemeinde zur Verfügung stellen. Zudem sollten die Busfahrpläne an die Bedürfnisse der Bevölkerung angepasst werden. Insgesamt finde sie es wichtig, dass ein Bürgermeister „aus dem Dorf kommt, präsent ist und sich auskennt, denn: Ich weiß wer wo wohnt, wer mit wem verwandt ist, welche Befindlichkeiten es gibt, warum man lieber erst den Einen frägt, bevor man zum Anderen geht, wenn man etwas erreichen will.” Dem Wahlkampf sieht sie nach eigenen Worten „mit Energie, aber gelassen“ entgegen. „Ich kenne Josef Wölfle gut, weil wir zusammen Theater spielen, von daher werden wir uns gegenseitig nicht bekämpfen.“

Sabine Stodal

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