"Das neue Wohnzimmer der Stadt"

"Zwischen-Einblicke" in das Kempten-Museum am Museumstag

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Kempten – Sofern die Dinge nach Plan laufen, wird Ende Oktober Kemptens neues Stadtmuseum öffnen. Dann wird die Stadt einen Ort erhalten, der von Bürgerinnen und Bürgern für Bürgerinnen und Bürger gestaltet worden ist und wird. Ziel des „Kempten-Museum“ ist, das umfangreiche kulturelle Erbe der Stadt den Besuchern aus Nah und Fern lebendig zu vermitteln. „Im neuen Museum erwarten die Besucher keine Bücherwände, sondern eine lebendige, vielfältige Ausstellung, die mit allen Sinnen erfahren werden kann und die Spaß macht“, so eine Verantwortliche des Kulturamtes.

Am vergangenen Wochenende hatten Neugierige die Gelegenheit, sich beim Internationalen Museumstag vor Ort über den Stand der Sanierungsarbeiten im Zumsteinhaus zu informieren. Der Innenausbau ist soweit fertiggestellt, im Außenbereich wird die Fassade bald ihren neuen gelben Anstrich erhalten und mit dem Einbau der Ausstellung kann begonnen werden. Jetzt gab es die Möglichkeit, die sanierten Räume vor dem Eröffnungstermin im Oktober in Augenschein zu nehmen. 

Hunderte von Kemptenern nutzten die Gelegenheit und schlossen sich kostenlosen Führungen im Zumsteinhaus an. Im Eingangsbereich wird rechts ein Kassenraum mit Museumsshop und kleinem Café entstehen. Dort können sich Besucher Informationen über das Museum und die Stadt Kempten einholen. 

Neben dem Empfangsbereich wird links vom Eingang ein Salon mit Sitzmöglichkeiten entstehen, in dem bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen geschmökert werden kann. Dieser Bereich geht über in den „Stadtraum“. Die Besucher sehen hier eine Übersichtkarte von Kempten auf dem Boden, die exakt nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet ist. Zudem werden dort fünf bis sechs Modelle der bekanntesten Kemptener Baudenkmäler wie Rathaus oder Basilika ausgestellt sein. An den Wänden befindet sich ein Zeitstrahl, der Kemptens Stadtgeschichte von der Römerzeit bis in die Neuzeit abbildet. 

Ein extra Raum wird für die Geschichte des Zumsteinhauses und seiner Erbauer, der Familie „De la Pierre“ reserviert sein. Im Kellergewölbe zeigt ein Kino Filme über Kempten. Im 1. Stock, den man über die historische Holztreppe erreicht, ist ein großes Modell der gesamten Stadt Kempten ausgestellt. Lichtprojektionen setzen schlaglichtartig Hotspots, die die Stadtgeschichte an den verschiedenen Plätzen der Stadt „beleuchten“. 

Die übrigen Räume sind als Themenräume immer einem eigenen Thema wie Verkehr, Glaube, Migration oder Wohnen gewidmet. Es wird keinen chronologisch lückenlosen Abriss der Stadtgeschichte geben, stattdessen werden gezielt besondere historische Ereignisse hervorgehoben. 

Im 2. Stock erwartet die Besucher der „Bürgerraum“, der durch vielfältige Ausstellungen und Events zum „Museum der Bürger“ werden soll. Im Dachgeschoss sind in einem hellen Raum Seminare, Workshops, Tanzgruppen und Kinderpädagogik untergebracht. Das Zumsteinhaus erhielt im Rahmen der Sanierung zudem eine moderne Aufzugsanlage, die die Gäste vom Keller bis ins Dachgeschoss bringen wird. Da es sich beim „Kempten-Museum“ um ein Museum von Bürgern für Bürger handelt, wird der Eintritt kostenlos sein.

Jörg Spielberg

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