Rathaus "gestürmt"

Großer Andrang herrschte beim Tag des offenen Rathauses 

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Viel Interessierte nutzten die Gelegenheit für einen Blick hinter die Kulissen.
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Viel Interessierte nutzten die Gelegenheit für einen Blick hinter die Kulissen.

Kempten – Viel los war am vergangenen Samstag in Kemptens Straßen: Markt, Sonne, Urlauber. Und auch am „Tag der offenen Tür“ im Kemptener Rathaus.

Zum Jubiläum „200 Jahre vereintes Kempten“ hatte das Rathaus seine Pforten geöffnet und ein vielseitiges Angebot für die Besucherinnen und Besucher zusammengestellt.

Führungen durch das Haus, offene Büros und Sitzungssäle, persönliche Gespräche mit den Bürgermeistern, Stadträtinnen und Stadträten, Fotoausstellung „Von der Doppelstadt zur Allgäu-Metropole“, Kempten-Souvenirs von gestern und heute, ein Gewinnspiel mit vielen Preisen, und vor dem Rathaus konnte man mit Bewirtung und Live-Musik „Zämed-Sein“ unter den Arkaden.Insbesondere die fachkundigen Führungen fanden sehr großes Interesse und die Gäste lauschten den vielen spannenden Geschichten von der Römerzeit bis heute. So floss die Iller bis ins 13. Jahrhundert etwa dort, wo heute das Rathaus steht.

Das war im Mittelalter Schrannenhalle, also Getreidelager, mit Metalltüren in den Rundbögen, die heute Fenster sind, bis das Lager im Rahmen der Städtezusammenlegung mit dem Kornhaus vereint wurde. Somit weist das Kemptener Rathaus einen besonderen Bezug auch zum Jubiläum „200 Jahre vereintes Kempten“ auf: Selbst nach der – staatlich angeordneten – Vereinigung des ehemaligen Fürststifts Kempten und der ehemaligen Reichsstadt gab es noch jahrzehntelang getrennte Schrannen (Kornlager): Im Kornhaus von Kempten-Neustadt und im Erdgeschoss des Rathauses von Kempten-Altstadt. Nach 70 Jahren Existenz von Gesamtkempten wollte der damalige Bürgermeister Adolf Horchler endlich die zweifach vorhandenen Schrannen zusammenlegen.

Die jahrelangen politischen Kämpfe entschied 1891 die altstädtische Mehrheit für sich, doch konnte wegen heftigen Widerstandes der Neustadt die vereinigte Schranne im Rathaus erst zwei Jahre später, 1893, eröffnet werden. So erzählen in vielen Räumlichkeiten die Wände und Böden und Schriften vom Wandel, das dieses Haus in der langen Zeit erfahren hat. Ein spannender Tag, der gerne nach Wiederholung ruft.

Achim Crispien

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