Tatort Radio Doria

Amüsant, mitreißend, nachdenklich: Das Konzert von Liefers und Band

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Liefers und Band in der Big Box Allgäu: Die Songs klangen nach dem Konzert immer noch nach.
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Liefers und Band in der Big Box Allgäu: Die Songs klangen nach dem Konzert immer noch nach.
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Liefers und Band in der Big Box Allgäu: Die Songs klangen nach dem Konzert immer noch nach.

Kempten – Kurz bevor der Tatort im Fernsehen an diesem Sonntagabend anlief, betrat ein kleiner Mann aus Dresden in Kempten die Bühne der Big Box Allgäu. Als Professor Karl-Friedrich Boerne feiert er im Münsteraner Tatort große Erfolge:

Es war der Schauspieler und Musiker Jan Josef Liefers. Zusammen mit seinen vier Musikerkollegen der Band „Radio Doria“ präsentierte er die eindringlichen Songs der Band.

„Okay“, sagte Liefers, „ Caruso konnte sicher besser singen“. Es geht Liefers aber um andere Dinge: Lebensfreude vermitteln und zum Beispiel bewusst zu machen, dass in Deutschland geboren zu sein unwahrscheinlicher ist, als ein Fünfer im Lotto. Träume zu haben und auch zu versuchen, sie wahr werden zu lassen.

Für ihn ist das zum Beispiel, zusammen mit dem Liedermacher Reinhard Mey Musik zu machen, ein Duett zu singen, was wider Erwarten von dem über 75-Jährigen Berliner positiv beschieden wurde. Liefers Oma habe ihn stets ermahnt, dass alles seine zwei Seiten besitzt, fast schon eine Binsenweisheit, aber eben auch eine Botschaft. Derzeit erleben wir wieder, wie schwer es ist, den eigenen Standpunkt zu verlassen, zu hinterfragen, elastisch zu denken.

Nicht nur in seinen Songs hinterfragen Liefers und die Band kritisch, auch bei seinen Moderationen erzählt und mahnt er immer wieder, berichtet wie unbeschreiblich es stets war, die Geburt seiner vier Kinder mitzuerleben, aber auch welch unbeschreibliche Erlebnisse er in Syrien hatte. Bei einem Hilfstransport, den er begleitet hatte, erfuhr er den Krieg und den Bombenregen selbst mit, den der Präsident ständig auf sein Land niederprasseln lässt. „Welch ein Glück, hier über 70 Jahre Frieden und Freiheit zu haben“, sagte der Sänger, der kurz vor dem Mauerfall auf dem Alexanderplatz vor mehr als einer halben Million Menschen eine kurze Rede gehalten hatte.

Die Gäste in der Big Box Allgäu pflichteten ihm mit viel Applaus bei. Und natürlich gefiel den 900 Gästen die Musik von „Radio Doria“, und auch wenn die Mehrzahl der Zuhörer die Band zum ersten Mal erlebte, zeigten sie mit Tanz, Gesang und langem Beifall ihre Begeisterung und gute Laune.

Diese Selbstvergessenheit ist das Ziel der Band: Lebensfreude und die Hochs und Tiefs liegen Liefers am Herzen. „ Es fällt nicht immer leicht zu verstehen, jeder meiner Fehler ist am Ende auch ein Schritt“, so aus den Textzeilen eines Songs. Für die Band mit Jan Josef Liefers und die Besucher ein schöner, intensiver und langer Abend. Der Tatort im TV war bereits vorüber. Die Songs klangen immer noch nach. 

Achim Crispien

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