Viele Sieger und nur ein Verlierer

Cambodunum-Cup 2019 mit Eklat zwischen FC Kempten und RKSV Nuenen

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Kempten – Der Cambodunum Cup ist seit 18 Jahren fester Bestandteil der jährlichen Event-Agenda der Stadt Kempten. Auch heuer reisten zum Internationalen Turnier wieder rund 750 jugendliche Kicker unter anderem aus Kemptens Partnerstädten für ein dreitägiges Fußballturnier in die Allgäu-Metropole. Fairplay und Respekt vor jedem Sportskameraden ist seit jeher das Motto des Cambodunum Cups. Umso pikanter ist daher die Tirade von Beschimpfungen bei der Begegnung zwischen den B-Junioren des FC Kempten und jenen des niederländischen RKSV Nuenen.

Traditionell startete die Eröffnungsfeier des 18. Cambodunum Cup 2019 mit der Aufstellung der Mannschaften am Freitagabend an der Residenz. Böllerschützen eröffneten mit lautem Knall das Turnier und der Musikverein Sankt Mang begleitete den Abmarsch der Nationenparade zum Illerstadion. Dort wurden die vielen jugendlichen Kicker durch den Turnierleiter Klaus Schwaninger, Leiter des Amtes für Sport der Stadt Kempten, herzlich willkommen geheißen. Auch hier dröhnten die Schützensalven der Böllerschützen durch das weite Rund des Stadions. Kemptens 3. Bürgermeister Josef Mayr sprach die Begrüßungsworte an die jugendlichen Kicker, die auf der Westtribüne Platz genommen hatten. „Sport spricht alle Sprachen – Sport schlägt Brücken“, unter dieses Motto stellten die Organisatoren das diesjährige Turnier. Gemeinsam wurden die Nationalhymnen der teilnehmenden Länder abgespielt. An insgesamt drei Tagen wurde das beliebte internationale Fußballturnier ausgespielt. Zu einem Eklat kam es beim letzten Finalspiel zwischen den B-Junioren des FC Kempten und dem Gast aus den Niederlanden, den B-Junioren des RKSV Nuenen. Kempten führte in der zweiten Halbzeit bereits durch einen Foulelfmeter mit 1:0, als ein weiterer Spieler des FC Kempten im Strafraum im direkten Kontakt mit dem Torhüter zu Fall kam.

Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Daraufhin verließ die gesamte Mannschaft der Niederländer, orchestriert vom Spielfeldrand durch Trainerteam und Betreuer, das Spielfeld. Was dann folgte, war eines internationalen Freundschaftsturniers unter einem Fairplay-Gedanken unwürdig: Schiedsrichter und Turnierveranstalter wurden vom Trainer- und Betreuerteam des RKSV Nuenen auf üble Weise beschimpft und dem Schiedsrichterteam Parteilichkeit vorgeworfen. Obwohl fast alle Niederländer der deutschen Sprache mächtig waren, wurde ausschließlich in Englisch gesprochen. „Shame on you“, so wutentbrannt ein älterer Betreuer des RKSV Nuenen in Richtung des Schiedsrichtergespanns, „I filmed everything!“. Der RKSV Nuenen zeigte sich als schlechter Verlierer, während die anderen Teams sich über die Teilnahme am Turnier, die Herzlichkeit der Aufnahme in Kempten, den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer und die erreichten Platzierungen bei der abschließenden Siegerehrung gemeinsam freuten. Nachdem das Team von „Oranje Boven“ ihr Mütchen in der Kabine gekühlt hatte, fasste man sich ein Herz und nahm doch noch an der Abschlussfeier teil. Sportlicher Höhepunkt waren die jeweiligen Finalspiele der vier Altersklassen am Sonntagnachmittag im Illerstadion. Die Ergebnisse: U11 E-Junioren SV Lenzfried : TSV 1874 Kottern 2:1; U13 D-Junioren TSV 1874 Kottern : SpVgg Holzgerlingen n.E. 5:6; U15 C-Junioren FV Illertissen : FC Kempten n.E. 5:6; U17 B-Junioren FC Kempten : RKSV Nuenen (NL) 1:0. Organisator des Turniers ist das Sportamt der Stadt Kempten mit starker, ehrenamtlicher Unterstützung durch die örtlichen Sportvereine. Auf den Spielstätten des FC Kempten, TSV Kottern, SV Heiligkreuz und des SV Lenzfried wurden in den Altersklassen E-, D-, C- und B-Junioren der begehrte Cup ausgespielt. Die jugendlichen Kicker wurden jeweils in der Früh und am Abend in der Markthalle am Königsplatz verköstigt. Wie immer war auch in diesem Jahr die traditionelle „Players Pool-night“ im Cambomare das heißbegehrte Party-Event der Nachwuchskicker zum Abfeiern und Chillen. Unser Foto entstand bei der Fahnenparade, bei der am Freitagabende auch die Nationalhymnen im Illerstadion erklangen.

Jörg Spielberg

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