Franz Engstler auf dem Podest

Glühender Asphalt und heiße Motoren: Der Wiggensbacher Tourenwagenfahrer Franz Engstler siegt beim Weltmeisterschaftsrennen in Marrakech/Marokko. Sein Teamkollege Kristian Poulsen schied aus.

Nicht nur für das Liqui Moly Team Engstler, sondern für das gesamte Starterfeld war die Strecke in Marokko eine Premiere. 4,6 Kilometer lang, lange Geraden, wenige Schikanen, kaum Kurven: eine Herausforderung, die Franz Engstler zu meistern wusste. „Beim ersten Outing war ich mehr als skeptisch. Die langen Geraden sind wenig vorteilhaft für unsere BMW“, so Engstler. Vielleicht war es genau diese Herausforderung, die die gesamte Crew zu Höchstleistungen brachte. Mit einem auf den Kurs abgestimmten Set Up punktete Engstler im Qualifying: Poleposition für den Wiggensbacher in der Privatfahrerwertung, Platz 7 in der Gesamtwertung, bester BMW im Feld. Im ersten Rennen lief es für das Team gemischt. Kristian Poulsen startete von Position fünf, dann aber touchierte ihn ein Mitstreiter, was das Aus für den Dänen bedeutete. Engstler startete von der Pole aus gut ins Rennen, allerdings rempelte auch ihn ein Mitfahrer an, wodurch ein folgender Privatfahrer die Führung übernahm. Engstler kam als Zweiter ins Ziel und sicherte seinem Team wertvolle Punkte für die Meisterschaft. Der zweite Laut in Marrakech war von Blechschäden geprägt. Auch der Allgäuer Rennstall blieb nicht verschont. Poulsen musste erneut das Rennen vorzeitig beenden. Engstler hingegen erkämpfte sich die Führung hielt sie bis zum Schluss. Der Jubel im Team war groß, die Freude über den Erfolg nicht in Worte zu fassen. Der oberste Podestplatz bei den Privatfahrern und Platz acht im Gesamtfeld der Lohn für jede Menge Anspannung und harte Arbeit. Franz Engstler holte in Marrakech insgesamt 23 Punkte und liegt nun mit 48 Punkten auf Platz zwei in der Meisterschaftswertung. Auch der Junior gewinnt Das nächste WTCC Rennen findet am übernächsten Wochenende auf europäischem Boden statt, nämlich in Pau/Frankreich. Bereits nächstes Wochenende wird in Assen um weitere Punkte in der ADAC Procar gefahren. „Meine Jungs haben wieder einmal perfekte Arbeit geleistet, nur so war dieses tolle Ergebnis möglich“, schmunzelte Engstler und fügte hinzu: „Außerdem hat mein Sohn Luca einen Sieg in der Schwäbischen-Alb Kartmeisterschaft eingefahren, da musste ich nach legen.“ Für den neunjährigen Luca war das Kartrennen am der Auftakt im Motorrennsport: auf den Sieg ist der Nachwuchsfahrer ebenso stolz, wie auf seinen Papa.

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