Frauen wollen hoch hinaus

In Ottobeuren lernen die St.-Manger-Frauen, wie wichtig Zusammenhalt in einer Gruppe ist. Foto: privat

Nach einer längeren Familienpause möchten viele Frauen gerne wieder in einen Beruf einsteigen. Unsicherheiten oder persönliche Schwierigkeiten hemmen diesen Einstieg oftmals. Doch den betroffenen Frauen kann durch eine sehr gezielte und individuelle Begleitung der Berufseinstieg erleichtert werden. In St.-Mang bietet der Verein „Wir in Kottern“ solchen Frauen gezielte Hilfe und Unterstützung an. Der Verein „Wir in Kottern e.V.“ bietet mit einem Mikroprojekt im Rahmen des Förderprogramms „Stärken vor Ort“ Berufsrückkehrerinnen gezielte Hilfe und Unterstützung an. Frauen jeglichen Alters aus St.-Mang erhalten die Gelegenheit, mehr Selbständigkeit zu erlangen, eigene Ressourcen zu erkennen und diese bestmöglich in einen Arbeitsprozess einzubringen.

Der Verein bietet über seine Kontakte Praktikumstellen an, in denen sich die Teilnehmerinnen ausprobieren und berufliche Erfahrungen sammeln können. In der Grundschule Kottern/Eich, der Kindertagesstätte „Kotterner Flohkiste“ und im Bürgertreff „Zur frohen Aussicht“ des MehrGenerationenHauses kommen die Teilnehmerinnen zum Einsatz. Dabei werden die Frauen bei der Entwicklung persönlicher und sozialer Kompetenzen von Kornelia Brams fachkundig unterstützt. Die Diplom-Sozialwirtin leitet das Projekt und bringt ihre langjährige Erfahrung als Seminarleiterin und Klettertrainerin ein. So lag es nahe, dass der Seminartag des Projekts im Indoor-Hochseilgarten der erlebnispädagogischen Landschaft in Klosterwald bei Ottobeuren verbracht und für die Gruppe zu einem besonderen Erlebnis wurde. Hier konnten fünf Frauen im Niederseilparcours erleben, wie wichtig der Gruppenzusammenhalt für das Erreichen persönlicher Ziele ist. Gegenseitiges Sichern und Motivieren im Hochseilgarten steigerte diese Erfahrung noch und die Teilnehmerinnen erlebten, dass jede einzelne über sich hinauswachsen kann. „Ich habe noch nie erlebt, was man alles erreichen kann, wenn man sich gegenseitig hilft“, so eine der jungen Frauen. Unter dem Strich waren alle überrascht, welche Fähigkeiten und Stärken sie an sich selbst entdecken konnten. „Wir werden uns auch in Zukunft dafür engagieren, dass unsere Bürgerinnen im Stadtteil über Projektarbeit positive Erfahrungen zur Berufsorientierung machen können“, resümiert Werner Wittmann, Vorsitzender von „Wir in Kottern“. Der Verein hat bereits im vergangenen Jahr die Grundlagen geschaffen. „Wir in Kottern“ ist nicht mehr nur Förderverein für den Stadtteil, sondern es werden auch Förderabteilungen gegründet und Trägerschaften übernommen. „Stärken vor Ort“ ist ein Programm des Familienministeriums und wird aus dem Sozialfond der EU kofinanziert. Weitere Informationen zum Projekt gibt es bei Kornelia Brams unter der Telefonnummer 08372/98 06 04 oder im Internet unter www.sanktmang.de.

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