"Sehr große" Nachfrage nach Präventionsangeboten

Frauennotruf legt Bericht 2019 vor

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Anlass der Kurzberatungen.

Kempten/Landkreis – Die Nachfrage nach Präventionsangeboten war im vergangenen Jahr erneut „sehr groß“, wie aus dem Jahresbericht des Frauennotrufs Kempten hervorgeht.

Nachdem über fünf Jahre lang Überstunden angesammelt worden waren, habe man dennoch entschieden diese 2019 abzubauen, weshalb einige Schulen und Kindergärten abgelehnt bzw. erst in 2020 berücksichtigt worden seien.

Demzufolge seien die Zahlen in den Bereichen Prävention und Öffentlichkeitsarbeit entsprechend etwas gesunken. Bereits Anfang 2019 hätten Gespräche und Verhandlungen auf Regierungsebene im Sinne der Istanbuler Konvention eine Erhöhung des Etats ermöglicht, die auch den Frauennotrufen die Möglichkeit eröffnet habe, neue Stellen für den Bereich Prävention zu schaffen. 

Die Regierung Mittelfranken unterstützt die Frauennotrufe, was uns eine weitere Teilzeitstelle für den Bereich Prävention ermöglicht. Die Entlastung der beiden Fachfrauen, welche mit der Einstellung einer neuen Kraft einhergeht, kommt dem Klientel zugute.

Träger des Vereins ist die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kempten e.V., die im vergangenen Jahr eine neue Vorstandschaft gewählt hat. Nach acht Jahren hatte der nun ehemalige Geschäftsführer Lothar Seidel sein Amt niedergelegt. Neuer 1. Vorstand ist Bernhard Palinsky, 2. Vorstand Robert Treffler und Helmut Sobek ist 3. Vorstand.

Frauennotruf in Zahlen

Im Bereich Beratung verzeichnet der Frauennotruf 54 Personen weniger, die der längerfristigen Einzelberatung bzw. Begleitung liegt ähnlich wie in 2017 bei 145 Personen. Etwas reduziert haben sich die Kurzeitberatungen auf 279 Personen (2018: 303), mitunter bedingt durchkrankheitsbedingte Ausfälle.

Die Teilnehmerzahl im Bereich Präventionsarbeiten fiel etwas. Aufgrund von Überstundenabbau und Krankheit mussten ­einige Workshops abgesagt werden oder in das Jahr 2020 verlegt. (2018: 4307 Personen - 2019: 3537 Personen). So wurden auch weniger Elternabende abgehalten, was auf die ­intensive Vorarbeit der letzten Jahre zurückzuführen ist. Dies schlägt sich im Gesamtklientel (3961) nieder (2018: 4785 Personen).

294 Mal wurde die ­tiergestützte Therapie mit Hund „Chayenne“ durchgeführt, 116 traumaspezifische Fachberatungen erbracht. Neben der Einzelberatung gehören diese beiden Angebote zu den am stärksten angenommenen Beratungsarten/Therapien, da sie den Bedürfnissen der Klientel entsprechen.

kb

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