150 Besucher am Eröffnungstag stören sich nicht an den Hygieneregeln

Freibadsaison in Dietmannsried gestartet

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Seit vergangenem Wochenende steht das Dietmannsrieder Freibad wieder für Badefreuden offen.

Dietmannsried – Am vergangenen Samstag öffnete das Dietmannsrieder Freibad seine Pforten. Erwartungsgemäß verläuft dort in diesem Jahr Vieles ein wenig anders als gewohnt. „Mir war es besonders wichtig, dass wir trotz reduzierter Besucherzahlen und weiterer Einschränkungen und Vorgaben den Bürgerinnen und Bürgern unser Freibad anbieten können“, betont Werner Endres, der Erste Bürgermeister der Marktgemeinde. Der Besuch im Freibad solle ein wenig Urlaub im eigenen Dorf zurückbringen.

Bei 23,5 Grad Lufttemperatur und 20 Grad warmem Wasser zog es gleich am Eröffnungstag rund 150 Badegäste ins Dietmannsrieder Freibad, das heuer sein 65-jähriges Jubiläum begeht. „Es wurden schon um die 60 Dauerkarten gekauft“, zeigt sich Kassenmitarbeiterin Cornelia Bauer zufrieden. Der ganz große Ansturm, mit dem sie aufgrund der geschlossenen Freibäder in Kempten und Altusried gerechnet habe, sei aber (noch) ausgeblieben. Um den Badespaß überhaupt zu ermöglichen, hat der Markt Dietmannsried ein Infektionsschutzund Hygienekonzept erarbeitet, das auf Grundlage des Bayerischen Gemeindetags und der allgemein gültigen Empfehlungen erstellt wurde. Jeder Besucher wird an einer Infostation direkt am Eingang mit den neuen Regeln vertraut gemacht.

Sie beinhalten, dass sich jeder Badegast einzeln an der Kasse an- und abmelden muss (das sonst übliche Durchgehen der Dauerkarteninhaber ist derzeit nicht möglich). So kann sichergestellt werden, dass die maximale Besucherzahl von 350 nicht überschritten wird. Vor Betreten des Bades muss einer der an der Infostation ausliegenden Zettel zur Gästeregistrierung ausgefüllt werden. Bei jedem Besuch müssen also der Name einer Person pro Hausstand, die Anzahl der eintretenden Personen, Uhrzeit und Kontaktdaten eingetragen und der Zettel dann in die bereitstehende Wahlurne geworfen werden. „Die Zettel werden nur dann gesichtet, wenn ein Infektionsfall mit Covid-19 bekannt wird. Dann können wir jeden Besucher informieren, um die Infektionskette bestenfalls zu unterbrechen. Nach Ablauf von vier Wochen werden die Zettel vernichtet“, erklärt Bademeisterin Lea Stützel. 

Desweiteren gelten im Bad die gängigen Abstandsregelungen, sowohl auf den Wegen, als auch auf der Liegewiese, beim Anstehen am Kiosk, an den Außenduschen und in den Becken. Maskenpflicht besteht überall, außer in den Schwimmbecken und auf dem eigenen Liegeplatz. Und wie sonst auch gilt, dass sich nur Angehörige von zwei Haushalten zusammentun dürfen. Geschlossen sind derzeit die Umkleidekabinen, die Schließfächer und die Duschen im Innenbereich. Die „Umkleide-Schnecke“ auf der Liegeweise beim Kinderbecken kann indes genutzt werden. Zwei weitere „Schnecken“ sind bereits bestellt. 

Geöffnet hat auch der Kiosk, „wenn auch mit reduzierter Karte und mit nur halbgeöffnetem Fenster“, wie Kioskbetreiberin Petra Hoffmann sagt. „Pommes gibt es zurzeit nicht, aber satt werden kann man trotzdem. Wir haben uns auf Speisen beschränkt, die man innerhalb kürzester Zeit ausgeben kann.“ Auch bei den bei Kindern sehr beliebten Gummibärle für ein paar Cent hat sie sich den Hygienevorschriften entsprechend etwas einfallen lassen: „Wir haben Wundertüten für je einen Euro zusammengestellt.“ Da die Terrassenbestuhlung den Corona-Maßnahmen zum Opfer fallen musste, sind alle Speisen und Getränke momentan „to go“. 

„Die Leute haben sich alle an die Regeln gehalten“, berichten Petra Hoffmann, Cornelia Bauer und Lea Stützel am Ende des ersten Tages übereinstimmend. Die meisten hätten sich einfach nur gefreut, dass das Bad überhaupt geöffnet hat. Lea Stützel, die die Einhaltung der Schutzmaßnahmen kontrolliert, ist auch im Hinblick auf die zu erwartenden heißen Sommerwochen optimistisch. Bei der Umsetzung der Abstandsregeln, beispielsweise im Kleinkinderbecken und an den vor allem bei Jugendlichen beliebten Startblöcken am Schwimmerbecken baut sie auf die Einsicht und das Verständnis der Besucher. „Da mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Man kann ja mit den Leuten reden.“

Sabine Stodal

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