Ehrung der besten Absolventen aus dem Allgäu der IHK-Abschlussprüfungen

Mit Freude zum Erfolg

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Die besten Absolventen der IHK-Berufe aus Kempten und dem Oberallgäu wurden von der IHK Schwaben in der bigBOX Allgäu in Kempten ausgezeichnet. Mit auf dem Bild: Manfred Schilder (li.), IHK-Regionalgeschäftsführer Allgäu, Gina Stechert (re.), Deutsche Skirennläuferin, und Markus Brehm (2.v.re.), Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu.

Kempten – Top-Ergebnisse können nur dann erzielt werden, wenn man etwas gerne und mit Freude und Leidenschaft tut, so das Fazit der IHK-Auszeichnungsfeier in der bigBOX Allgäu in Kempten, bei der die 101 besten Absolventen aus Industrie, Handel und Dienstleistung in festlichem Rahmen und unter Teilnahme hochrangiger Vertreter aus Politik und Wirtschaft, an der Spitze der Kemptener Oberbürgermeister Thomas Kiechle und der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz, geehrt wurden. Insgesamt 3256 Auszubildende aus dem Allgäu hatten im Prüfungsjahr 2015/2016 ihre IHK-Abschlussprüfung abgelegt. „Sie sind die besten Absolventen im Allgäu und damit die Elite in den IHK-Berufen“, würdigte Markus Brehm, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu, die Leistungen dieser Absolventen.

Wer in die Ausbildung investiert, investiert in die Fachkräfte von morgen, erklärte Brehm weiter. Der Leitsatz, „Lehre macht Karriere“ gelte mehr denn je. Die duale Ausbildung sei mit das Beste, was man den Jugendlichen auf ihren beruflichen Lebensweg mitgeben könne. „Wir brauchen nicht nur topausgebildete Akademiker und Ingenieure, sondern vor allem hoch spezialisierte und motivierte Techniker, Fachwirte und Meister“, betonte Brehm. Der Schritt in eine akademische Laufbahn über Abitur und Studium sei gerade im Allgäu längst kein Garant mehr für einen sicheren und gut bezahlten Arbeitsplatz. Die Wirtschaft benötige vor allem dual ausgebildete Fachkräfte. Brehm appellierte an die Absolventen, ihren gewerblichen Weg weiter zu verfolgen. Dann würden sie auch künftig zur Elite zählen.

In diesem Zusammenhang brach Brehm auch eine Lanze für die Mittelschule. Die Aussage des DGB, dass die Wirtschaft kein Interesse an deren Absolventen habe, treffe für das Allgäu und Schwaben nicht zu. Besonders Handel, Gastronomie und Tourismuswirtschaft sowie Logistik bieten Mittelschülern beste Ausbildungschancen.

Einen besonderen Dank richtete Brehm an die rund 4500 ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer der IHK Schwaben. Ohne ihren Einsatz könnte die IHK ihren Auftrag im Prüfungswesen nicht erfüllen. Ihrer Kompetenz und langjährigen Erfahrung sei das hohe qualitative Niveau, auf dem sich die schwäbische Wirtschaft befinde, mit zu verdanken.

Manfred Schilder, Regionalgeschäftsführer Allgäu der IHK Schwaben, der humorvoll durch das Programm führte, arbeitete in einem Interview mit der ehemaligen Skirennläuferin aus Fischen, Gina Stechert, die Parallelen heraus, die für Erfolg im Beruf und im Sport gleichermaßen Gültigkeit haben. Gina Stechert erwies sich als ideale Gesprächspartnerin, da sie Höhen und Tiefen aus ihrer langjährigen sportlichen Zeit kennt und daher weiß, wie man Rückschläge meistert. Auf der Habenseite hat die Sportlerin unter anderem einen Weltcupsieg in der Abfahrt und vier deutsche Meisterschaften zu verzeichnen, aber sie musste auch häufig mit Verletzungen fertig werden. Eine Berufsausbildung hält die ehemalige Sportlerin für ganz wichtig, denn die „Lebenszeit“ als Sportlerin sei doch relativ kurz und könne durch Verletzungen auch abrupt enden. Daher hat sie auch bereits 2007 bei der Bundeszollverwaltung in München als Mitglied im Zoll Ski Team angefangen. Eine große Hilfe in ihrer sportlichen Zeit war die Unterstützung durch Eltern und Familie. Das ist, so Schilder, auch bei der Berufsausbildung nichts anderes. Wer hier gute Leistungen erzielen will, für den spielen ebenfalls das Umfeld, Schule, Ausbilder, Familie, Freunde, eine wichtige Rolle. Gleichermaßen trifft auf Leistungssportler und Auszubildende zu, sich nicht durchhängen zu lassen, sondern Probleme oder auch Niederlagen als Herausforderung und Motivation zu sehen, sich und auch den anderen zu beweisen, dass man zurückkommt. Eine Eigenschaft, die Stechert im Sport sehr hoch einschätzte, nämlich den Respekt vor den Konkurrenten, sollte man sich auch unbedingt im Berufsleben bewahren. Man solle Ehrgeiz haben, aber dabei stets fair bleiben. Stecherts drei Tipps an die Absolventen lauten: „Mit Freude und Herzblut kann man viel erreichen. In jeder Situation an sich selbst glauben. Sich nicht durch eine Niederlage von dem gesteckten Ziel abhalten lassen.“ prb

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