Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaften Kempten und Memmingen-Mindelheim

Fleiß hat sich ausgezahlt

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Ehrung der Besten. Landrat Anton Klotz (re.), Hans-Peter Hartmann (2.v.r.), Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Kempten, und Robert Plersch (4.v.r.), Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim, sowie (v.li.) Kemptens OB Thomas Kiechle und Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerksammer für Schwaben, freuen sich mit den Ausgezeichneten: Michael Oßwald, Jérôme Jugel, Pascal Winkler, Maximilian Siegert, Wolfgang Steidele, Alessandro Speciale, Florian Rubin, Jana Ünal und Korbinian Keller.

Kempten – „Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist und bleibt der Schlüssel zum persönlichen und beruflichen Erfolg in der Zukunft“, betonte Hans-Peter Hartmann, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Kempten, anlässlich der gemeinsamen Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaften Kempten und Memmingen-Mindelheim im Kornhaus in Kempten. 194 Junggesellen/-innen aus 14 Handwerksberufen konnte Robert Plersch, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim, der diesen Part übernommen hatte, in Anwesenheit zahlreicher Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, an der Spitze der Kemptener Oberbürgermeister Thomas Kiechle und der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz, freisprechen.

Mit Leistungsbereitschaft, Fachkenntnis, Verantwortungsbewusstsein und Fleiß hätten die jungen Handwerkerinnen und Handwerker ihr Ausbildungsziel erreicht und damit eine belastbare berufliche Grundlage, lobte Hartmann. Dazu gehöre auch, dass sie nicht nur über das notwendige handwerkliche Rüstzeug verfügten, sondern auch in den sog. Schlüsselqualifikationen geschult wurden, wie Pünktlichkeit, Belastbarkeit, Zuverlässigkeit und soziale Kompetenz.

Hartmann appellierte gleichzeitig an die Junggesellen, sich ständig weiter zu bilden. Gerade das Handwerk biete vielfältige Möglichkeiten, aus einer qualifizierten Ausbildung noch viel mehr zu machen, zum Beispiel die Meisterprüfung. Hartmann wies darauf hin, dass, in Kooperation mit der Handwerkskammer, vor Ort, sowohl in Kempten als auch Memmingen, vielfältige Möglichkeiten dazu geboten werden, bis hin zum Betriebswirt des Handwerks. „Bildung ist das Einzige, das man Ihnen nicht nehmen kann. Bildung eröffnet Ihnen auch den Zugang zu neuen, interessanten, und auch gut bezahlten Arbeitsmärkten“, betonte Hartmann.

Auch Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben, ging auf die vielfältigen Möglichkeiten ein, die die handwerklichen Berufe bieten. Nach Wagners Beobachtungen dreht der Trend, weg von der Akademisierung. Hochschulabsolventen hätten bereits Angst vor der Zukunft, denn ihnen würden immer häufiger nur Zeit- oder Projektverträge angeboten. Auch ihre Gehaltswünsche erfüllten sich immer seltener. „Sie können stolz auf ihren Beruf sein. Der Abschluss einer handwerklichen Ausbildung ist ein Meilenstein, um den Sie viele beneiden“, so Wagner.

Gerade in der jetzigen Zeit gebe es für gute Handwerker auch beste Möglichkeiten, sich selbständig zu machen, und das mit relativ geringem Risiko, nannte Wagner als weiteres Plus einer handwerklichen Ausbildung. Zahlreiche Betriebs- inhaber, die in den Ruhestand gehen, hätten keine direkten Nachfolger. Für Meister eine ausgezeichnete Chance, gut eingeführte Betriebe zu übernehmen, so Wagner.

Auch Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle, der auch im Namen von Landrat Klotz den Freigesprochenen gratulierte, betonte die Bedeutung einer guten handwerklichen Ausbildung; „Wir brauchen Sie! Ohne Ausbildung keine Fachkräfte. Ohne Fachkräfte keine Konkurrenzfähigkeit. Ohne Konkurrenzfähigkeit keine Gewinne. Ohne Gewinne kein Wertschöpfung“, so der Oberbürgermeister. In diesem Zusammenhang wies er auch auf die große Bedeutung des dualen Systems hin. Es sollte, ist Kiechle überzeugt, ein „Exportschlager“ werden und europaweit verbreitet sein.

Im Rahmen der Freisprechungsfeier wurden auch junge Handwerker/-innen ausgezeichnet, die ihre Berufsausbildung mit großem Erfolg und hervorragenden Leistungen abgeschlossen haben. Diese Ehrung wurde, ebenso wie die Überreichung der Gesellenbriefe, in gewohnt humorvoller Weise von Gottfried Voigt, Geschäftsführer der beiden Kreishandwerkerschaften, moderiert. Ausgezeichnet wurden aus dem Bereich der Kreishandwerkerschaft Kempten (in Klammer die Ausbildungsbetriebe):

Bäcker:  Korbinian Keller (Bäckerei Wirthensohn GmbH, Sonthofen), Bäckereifachverkäuferin: Jana Ünal (Hamma GmbH & Co. KG, Ravensburg), Mechatroniker für Land- und Baumaschinen: Wolfgang Steidele (Fa. Stefan Reichart, Pfronten),Fleischer: Alessandro Speciale (Metzgerei Müller GmbH, Immenstadt) und Florian Rubin (PfAD Pfrontener Direktvermarktung, Pfronten), Metallbauer: Jérôme Jugel (Gast Stahl- und Metallbau GmbH & Co. KG, Durach) und Maximilian Siegert (Metallbau Bischof GmbH, Sonthofen), Klempner: Michael Oßwald (Fa. Dietmar Burger, Moosbach) und Pascal Winkler (Spenglerei Lerchenmüller GmbH, Dietmannsried). prb

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