Freude an der Sutt

„Es wird schwer, es wird schwer, acht Millionen müssen her“, sangen die Schüler der Sutt-Schule am vergangenen Freitag vor zahlreiche geladenen Gästen. Der Spatenstich zum groß angelegten Ausbau der Schule war angesagt. Binnen drei Jahren soll das alte Gebäude saniert, das Nachbarhaus hergerichtet und eine neue Sporthalle gebaut werden.

Am 10. September 1970 habe sie als Lehramtsanwärterin an der Sutt-Schule angefangen, erinnerte sich Schulleiterin Waltraud Sirch-Erdogan. Schon damals sei eine Sanierung oder ein Neubau im Gespräch gewesen. Auch OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) kennt nach eigener Aussage die Pläne schon, seit er 1996 Stadtoberhaupt wurde. Nun ist es so weit. Zuerst ist das Gebäude in der Kronenstraße 1 an der Reihe. Für 2,3 Millionen Euro, so Netzer, baut die Stadt es um. Ab Mai 2010 steht die Generalsanierung des bisherigen Schulgebäudes an, die genauso viel kosten wird. Mit 2,7 Millionen Euro soll die neue Turnhalle mit den Maßen 15 mal 27 Meter zu Buche schlagen, die ab 2011 entstehen und einmal fertig gestellt auch den Kemptener Sportvereinen zugute kommen soll. Einen Zuschuss von 2,4 Millionen Euro erwartet der OB vom Staat für das gesamte Projekt „Worüber freuen wir uns heute?“, fragte das Stadtoberhaupt die Schulkinder. Über den Spatenstich und über die Ferien natürlich, antworteten die Erst- und Zweitklässler. Aber auch darüber, meinte Netzer, dass die Sutt-Schule in der Altstadt bei den Bürgern bleibt und nicht in einen Neubau ausweicht. „Wir wissen alle, dass die Grundschule an der Sutt für die Kinder des Innenstadtbereichs bereits seit Jahrzehnten Herausragendes leistet“, betonte er. Schon vor 460 Jahren habe an der gleichen Stelle eine Schule gestanden, erinnerte Sirch-Erdogan. Das Großprojekt werde die Rahmenbedingungen für die Schüler verbessern, die Altstadt beleben und sei „energetisch vorbildlich“, erklärte Netzer. Die Turnhalle werde Passivhaus-Standard haben, die sanierten Gebäudeteile nah dran sein. Erstes Ergebnis im September Aus dem Denkmal geschützten, ehemaligen Gebäude des Stadtjugendrings wolle er mit seinen Kollegen ein Schulgebäude machen, in das Lehrer und Schüler gerne gehen, erklärte Architekt Hermann Hagspiel. Neue Fenster sollen dafür sorgen, „dass ihr alle eine warme Schule habt“, erklärte er den Kindern. Ein Werkraum sowie Klassenzimmer und Räume für die neue Ganztagsbetreuung sollen in dem Haus entstehen. Nach Gesangs- Blockflöten- und HipHop-Einlagen der Schüler schritten der OB mit Architekt Hagspiel, Bürgermeister Josef Mayr (CSU) und Schulreferent Benedikt Mayer dann zur Tat. Mit Bauhelmen und Spaten bewaffnet warfen sie zusammen mit den Kindern symbolisch den Sand zum Spatenstich auf. Für den gestrigen Dienstag war der eigentliche Baubeginn angesetzt, nach den Sommerferien soll der erste Abschnitt fertig sein. „Obwohl uns harte Jahre bevorstehen, freuen wir uns sehr“, erklärte Schulleiterin Sirch-Erdogan.

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