"Freundliche Atmosphäre"

„Die Anlage verspricht eine interessante, freundliche und angenehme Atmosphäre für Patienten und Personal“, urteilten die Preisrichter über den Entwurf, den das Büro „Felix + Jonas Architekten BDA Stadtplaner“ für den geplanten Psychiatrie-Neubau am Klinikum Kempten eingereicht hatte. Das Gremium aus Fachleuten und prominenten Vertretern von Klinikum, BKH, Stadt, Landkreis und Bezirk hat am vergangenen Freitag das Münchner Architekturbüro zum Sieger des Realisierungswettbewerbs für den Neubau gekürt. Den endgültigen Zuschlag hat das Münchner Büro allerdings noch nicht.

Etwa 3,5 Hektar groß ist die zur Pettenkofer Straße hin gelegene Fläche auf dem Krankenhaus-Areal, auf der das neue Gebäude entstehen soll. Dort soll das BKH einziehen und seinen Standort im Freudental aufgeben. Zusätzlich muss in dem Neubau die Erweiterung der somatischen Klinik unterkommen und ein gemeinsamer Eingangsbereich mit dem Krankenhaus entstehen, so die Vorgaben des Klinikums Kempten und der Bezirkskliniken Schwaben, die den Wettbewerb ausgelobt hatten. Auch einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach und ausreichend Freiflächen mussten die Architekten berücksichtigen. Freundliche Atmosphäre In drei einzelne Gebäude teilten die siegreichen Planer das Psychiatrie-Gebäude auf. Dazwischen sollen helle Innenhöfe für Licht und eine freundliche Atmosphäre sorgen. Die Funktionalität lobten die Fachpreisrichter in ihrer Dokumentation des Wettbewerbs. Harmonisch füge sich die neue Anlage in den Bestand ein. Wichtig: Der Hubschrauber kann auf dem Dach des neuen Gebäudes landen. Dafür habe auch das Architekturbüro „Sander Hofrichter Architekten aus Ludwigshafen“ gesorgt, das zusammen mit „KSP Engel und Zimmermann“ aus München den dritten Platz belegte. Für den Hubschrauberlandeplatz hätten die Ludwigshafener, die einen Doppelbau mit zwei Innenhöfen entworfen hatten, gar die optimale Lösung. Aber: Die Funktionsbereiche waren dem Bewertungsgremium zu verschachtelt, die Flure zu dunkel, die Wege zu lang. Überdimensioniert und „nicht nachvollziehbar“ sei das Treppenhaus. „Durch eine maßvolle Entwicklung der Gebäudevolumina“, zeichne sich der ebenfalls drittplatzierte Entwurf von „KSP Engel und Zimmermann“ aus. Schlüssig erschien den Preisrichtern der westlich gelegene Haupteingang, lobenswert die Trennung von Besucher- und Notfallzufahrt. Allerdings müsste bei dem Entwurf der Hubschrauber-Hangar versetzt werden, denn er verhindere das Abfliegen des Helis. Ein Hubschrauber-Landeplatz auf dem Dach sei jedoch möglich. Verhandlungen stehen an Den endgültigen Zuschlag haben „Felix + Jonas Architekten“ jedoch noch nicht, obwohl sie den Wettbewerb gewonnen haben. Als nächstes gehen die Bezirkskliniken Schwaben und das Klinikum Kempten-Oberallgäu in Verhandlungen mit den drei Preisträgern, von denen einer den Zuschlag erhalten soll.

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