Freundschaft und Völkerverständigung über alle Grenzen

Flieger aus Russland zu Besuch in Durach

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Russische Sportflieger besuchten die Duracher Flieger.

Durach – Ende Juni waren ganz besondere Gäste in Durach. Vier Sportflugzeuge aus Russland und acht russische Flieger besuchten den Flugplatz.

Es war das erste Mal, dass russische Piloten mit kleinen Sportflugzeugen die Genehmigung erhielten, das russische Territorium zu verlassen und einen internationalen Flug nach Europa anzutreten. Und dann gleich nach Durach! Es war ein Gegenbesuch von einem Friedens- und Freundschaftsflug von 20 Sportflugzeugen aus der EU nach Russland im Jahre 2016: Initiiert hatte diesen Flug damals Hans Reininger aus Graben, der auch Mitglied der Luftsportgruppe Kempten-Durach ist. Aus einer Idee der Völkerverständigung geboren, hatte es eineinhalb Jahre gedauert, bis dieser erste offizielle Friedens- und Freundschaftsflug nach Manushkino bei St. Petersburg gelang. 

Es war erst nach direkter Kontaktaufnahme zu Präsident Putin möglich gewesen, eine Einfluggenehmigung zu bekommen. Die 20 Flieger aus Deutschland (drei Flugzeuge aus Durach), Frankreich, Italien und Österreich wurden in Pskov, Seredka, Veliki Novgorod und Manushkino/St. Petersburg waren überaus herzlich empfangen worden. Und eine echte Freundschaft entwickelte sich sofort. Die Flieger waren überall von Presse und Fernsehen begleitet worden und mussten Interviews bei sieben verschiedenen Fernsehsendern abhalten. Die russischen Nachbarn sind überaus interessiert am deutschen Verhältnis zu Russland. Das Bild der deutschen Gäste über Russland änderte sich von Tag zu Tag zum Positiven. Die russischen Freunde kamen dann im selben Jahr nach Kempten, allerdings per Linie. 

Mit dem eigenen Flugzeug zu kommen, erschien damals, vor drei Jahren, noch undenkbar. Doch der erste Flug der Duracher hatte tatsächlich etwas bewirkt. Die Hürden für die Sportflieger wurden von Jahr zu Jahr lockerer und heuer war das Unmögliche geschafft: Hans Reininger und zwei seiner Fliegerkameraden flogen mit ihrer Jodel Capitain der russischen Gruppe bis Olsztyn/ Nordpolen entgegen und begleiteten sie nach Kempten. Das Wiedersehen war überaus herzlich. Die Duracher gaben Unterstützung in der Flugplanung, Spritbeschaffung und im Funk. Die Tage in Durach, am Alpenrand waren für die russischen Flieger unvergesslich. Zum „Freunde treffen Freunde“-Treffen kamen zudem noch Flieger aus Deutschland, Tschechien und der Slowakei nach Durach. Die italienischen Freunde konnten wetterbedingt nicht anfliegen. Am Ende flog die russische Gruppe vollbeladen mit unvergesslichen Eindrücken über die neuen Bundesländer Polen, Litauen und Lettland mit 160 Stundenkilometern wieder zurück nach Russland. Nächstes Jahr trifft man sich wieder in Russland. Völkerverständigung über alle Grenzen ist möglich! Man muss es nur wollen, und einen langen Atem haben, ist das Fazit der Duracher. 

kb

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