Frisches Blut soll her

Erika Luther-Neumair ist die neue stellvertretende Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Kempten. Die Kemptener Genossen werten ihre Wahl als ersten Schritt hin zur angestrebten Verjüngung des Verbandes. Die war erneut eines der zentralen Themen der jetzigen Mitgliederversammlung. Ebenfalls neu im Vorstand – als Organisationsbeauftragte – ist das Nachwuchstalent Katharine Schrader. Vorsitzender Ludwig Frick drückte in diesem Zusammenhang seine Hoffnung aus, dass damit der Grundstein für einen neuen Vorstand in zwei Jahren gelegt ist.

In seinem Rechenschaftsbericht für die Tätigkeit der vergangenen zwei Jahre war er zuvor pointiert auf interne und äußere Stimmen eingegangen. Dem Vorwurf, dass bei der Wahl zum Stadtrat eher ältere Kandidaten die meisten Stimmen erhielten – bei einem insgesamt unbefriedigenden Ergebnis –, begegnete er mit dem Hinweis, dass seit 1984 keine SPD-Liste ein so niedriges Durchschnittsalter bei den Bewerbern hatte. „Nur sind die jüngeren Personen leider nicht gewählt worden“. So akzeptiere die SPD Kemptens das Verhalten der Wähler, müsse sich aber Gedanken machen, wie sie ihre Vorstellungen und ihr Personal künftig der Bevölkerung bekannt macht. Lob zollte Frick insbesondere der Arbeit der Arbeitsgemeinschaften der Frauen (ASF) und der JuSos. Frick sieht für die kommende Arbeit die Notwendigkeit, mehr Menschen das schwierige Geflecht der Kommunalpolitik und deren Zusammenhänge zu erläutern. Es gehe seiner Ansicht nach darum, sichtbar zu machen, was bewirkt und wo wirkt Kommunalpolitik wirklich. Wichtig seien nicht Anträge an die Stadtverwaltung, in der sie damit beschäftigt wird, ihr eigenes Handeln darzustellen, sondern dass die Verwaltung für die Bürger arbeitet. Auffällig ist laut Frick, dass die „Windmacher“ dieser Anträge bei konkreten Vorhaben, bei denen es um Arbeitsplätze geht, dann oft mit „Nein“ stimmten, so bei der Entwicklung der Gewerbegebiete auf dem Bühl und in der Stiftsbleiche. Es könne nicht nach dem Motto gehen „wasch mir den Pelz, aber mache mich nicht nass“, da die anderen Mitglieder im Stadtrat schon für die Mehrheit sorgen würden. Forderungen erfüllt Ein Blick in den Haushaltsplan für das laufende Jahr zeige die Schwerpunkte für 2009: Gewerbeansiedlung, Vorbereitung des Mietspiegels und kommunaler Altenhilfeplan, Ausweitung der Schulsozialarbeit und Schaffung von Krippenplätzen – übrigens alles SPD-Forderungen aus dem Wahlkampf 2008. Erst durch das „Nein“ von Siegfried Oberdörfer im Bauausschuss zu den Altenheimplänen in der Scheggstraße werde darüber heftig diskutiert. „Es muss mehr deutlich werden, wofür die SPD steht, dabei hat das Soziale immer erste Priorität“, appellierte Frick an die Anwesenden.

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