Frischzellenkur in der Altstadt

Sozialbau-Geschäftsführer Herbert Singer (links) freut sich mit Joachim Saukel (v.l.), Thomas Krech (Sozialbau), Robert Wörz (Stadt Kempten) und Thomas Feneberg darüber, dass das „Altstadtcenter” bald wiederbelebt werden kann. Foto: Matz

Nach dem Kauf des ehemaligen „4P-Hauses” durch die Sozialbau soll die „Frischzellenkur” für das in den frühen 1970er Jahren gebaute Gebäude schon bald starten. Der Beginn der Arbeiten für den ersten Bauabschnitt ist für September vorgesehen, wie Sozialbau-Geschäftsführer Herbert Singer am Montag anlässlich eines Pressegesprächs bekannt gab. Nach der Modernisierung im Frühjahr 2013 soll das Gebäude als „hochwertiges Gelenk” zwischen Schwanengelände, An der Stadtmauer und Kronenstraße die Kemptener Altstadt aufwerten und die Versorgung verbessern – einer der Mieter wird die Firma Feneberg mit einem neuen Lebensmittelladen sein.

Für das in die Jahre gekommene Gebäude in der Kronenstraße beginnt nach dem Willen der Sozialbau demnächst eine neue Ära. Als neuer Eigentümer modernisiert die städtische Tochter das komplette Erdgeschoss mit etwa 1150 Quadratmetern Gewerbefläche (der KREISBOTE berichtete). Im Gegensatz zu jetzt wird das Haus künftig aber nur noch drei Mieter beherbergen – die Stadtverwaltung, einen deutlich vergrößerten Laufsport Saukel und in östlichen Teil einen Feneberg-Lebensmittelmarkt auf etwa 580 Quadratmetern. In Anlehnung an Früher soll der Komplex in Zukunft wieder „Altstadtcenter” heißen. „Ziel ist eine Vitalisierung des Stadtbereichs”, sagte Singer. Erheblicher Eingriff Wie Geschäftsführer Herbert Singer am Montagmittag anlässlich der Vorstellung der Pläne ankündigte, wird das EG deshalb technisch, optisch und energetisch auf den aktuellen Stand gebracht. Dadurch soll vor allem die Eingangssituation der im Gebäude angesiedelten Teile der Stadtverwaltung verbessert und die Einzelhandelssituation in der Altstadt gestärkt werden. Großen Wert werde daher auf einen barrierefreien Umbau gelegt, betonte er. „Das ist kein unerheblicher Eingriff.”Die Kosten für den ersten Bauabschnitt bezifferte er auf rund 1,5 Millionen Euro. Etwa 580 Quadratmeter wird künftig die Firma Feneberg mit ihrem Lebensmittelmarkt belegen. Trotz der vergleichsweise geringen Quadratmeter-Zahl soll es keine Abstriche beim Angebot geben, erklärte Thomas Feneberg und verwies auf das bewährte Kleinflächen-Konzept des Unternehmens. Mehr Laufsport Joachim Saukel hingegen wird seinen Laden „Laufsport Saukel” um etwa 100 auf dann rund 250 Quadratmeter vergrößern, wie er am Montag erläuterte. „Das Gebäude wird aufgewertet”, sagte er. „Wir freuen uns, diese Möglichkeit zu bekommen.” Froh über den Besitzerwechsel ist man auch in der Stadtverwaltung, die weiterhin der Hauptmieter ist. „Es bietet sich jetzt die Möglichkeit, den Eingangsbereich in die Schokoladenseite zu drehen”, frohlockte Robert Wörz, Leiter des Amts für Zentrale Dienste. Er erinnerte daran, dass Teile der Stadtverwaltung – vor allem Baureferat und Amt für Wirtschaft und Verwaltungsentwicklung – bereits seit 1983 in dem Gebäude eingemietet seien. Die Parkplätze vorm Haus bleiben erhalten. Den ambitionierten Plänen weichen müssen dagegen die übrigen Mieter wie eine Eisdiele, eine Bar oder ein Asia-Restaurant. Für einige von ihnen seien aber bereits Lösungen in Form von neuen Räumlichkeiten gefunden worden, berichtete Singer. Die Pläne der Kemptener Sozialbau gehen übrigens bereits über das Erdgeschoss hinaus. Laut Singer sollen in einem zweiten Bauabschnitt ab etwa 2014 auch die 19 Wohnungen in dem Komplex modernisiert werden.

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