Fürstenschule verabschiedet Schulleiter Pirmin Müller in den Ruhestand

Die Dankbaren sind glücklich

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Unterstützt von seinem Sohn Martin X. Müller an der Gitarre griff Pirmin Müller (li.) bei seiner Verabschiedung zur Ziehharmonika.

Kempten – Mit einer musikalischen und abwechslungsreichen Feier hat die Fürstenschule am Dienstagnachmittag ihren Schulleiter Pirmin Müller in den Ruhestand verabschiedet. Zentrales Thema der trotz vieler Programmpunkte kurzweiligen Verabschiedung war die Suche nach dem Glück, die einige Schulkinder in einem gelungenen Theaterstück verpackten.

Seit 2009 leitete Müller als Nachfolger von Ilse Rosmanith-Mitterer die Geschicke der laut OB Thomas Kiechle „kleinen, aber feinen“ Kemptener Fürstenschule. Und das, wie bei der Verabschiedung mehrmals betont wurde, mit seiner besonders menschlichen Art. „Wenn man einen Menschen hat, bei dem das menschliche stimmt, dann spielt das Herz eine entscheidende Rolle“, so Kiechle. Unter Müller habe sich viel getan, sein Augenmerk in den letzten Jahren habe er auf die Umgestaltung des Schulhofs gelegt und versucht, trotz Platzmangels, die bestmöglichen Spiel- und Bewegungsangebote für die Schülerinnen und Schüler herauszuholen.

Sein bewusster, wertschätzender Blick auf jedes einzelne Kind habe Müller besonders ausgezeichnet, unterstrich Pia Farkas-Liesenfeld vom Elternbeirat. Dem Beirat habe der Schulleiter immer Raum für Ideen gegeben. „Durch ihre Offenheit konnte viel bewegt werden.“

Das Glück, mit dem Lehrerberuf den schönsten Beruf gehabt zu haben, bescheinigte Schulamtsdirektor Thomas Novy, der in Vertretung des erkrankten Schulrats Johann Fasser gekommen war, Müller. Er hob die feinsinnige, verständnisvolle menschliche Grundhaltung und die „taktvolle Gesprächsart“ des scheidenden Schulleiters hervor. „Die Schulen, an denen Sie tätig waren, tragen Ihre Handschrift und werden sie immer tragen. Die Kemptener Schulen hatten ein Riesenglück, so einen Müller zu haben“, so Novy.

Müller selbst fand es „schön, dass alle da sind“, auch wenn der Anlass „schade“ sei. In zwei Monaten werde er 66 Jahre alt und so ende am 19. Februar sein Schuldienst. „Es ist schön zu sehen, welcher Schule, welchem Kollegium ich angehören durfte“, sagte er und bedankte sich bei allen, mit denen er lange Jahre zusammengearbeitet hatte. „Die Glücklichen sind nicht immer dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“

Neben den Rednern garnierten die Schulkinder das Programm mit gelungenen Vorführungen. Eine junge Geigensolistin zeigte ihr Können, es wurde gesungen und Theater gespielt. „Wie einer auszog, das Glück zu suchen und es fand“ hieß das Stück, in dem die Kinder als Tiere verkleidet textsicher und mit schauspielerischem Können aus dem Kemptener Wald loszogen, um auf mit Hilfe eines Buches „Müllers Spuren“ das Glück zu finden.

Die Musik war ebenfalls ein großes Thema der Verabschiedung. So sang das Lehrerkollegium der Fürstenschule zusammen mit den Kemptener Schulleiterkollegen Müllers ein irisches Segenslied. Die Schulleiterkollegen setzten dann noch eins darauf, indem sie ein extra auf Müllers Hobbys umgedichtetes Lied vortrugen und ihm als Abschiedsgeschenk einen Gutschein für eine Whiskyverkostung schenkten, den sich der Schulleiter zuerst aus einem Baumstamm per Axt freischlagen musste.

Auch Müller selbst griff mehrmals zu Instrumenten. Er spielte zusammen mit „seinen“ Mundharmonikakindern einige Lieder vor und unterstützt von seinem Sohn an der Gitarre griff er zur Ziehharmonika und spielte. Zusammen mit seinen Gästen und den Schulkindern sang er gegen Ende der Veranstaltung das „Kemptner Lied“. Durch das Programm führte der stellvertretende Schulleiter Kurt Richter.

Melanie Weidle

Verabschiedung von Schulleiter Pirmin Müller an der Fürstenschule

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