Neuer Kunstrasenplatz für Dietmannsried rückt näher

Fußballplatz zu verkaufen

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Vielleicht sind die Baufahrzeuge, die derzeit am Rand des geplanten neuen Kunstrasenplatzes der Dietmannsrieder Fußballer parken, ja ein gutes Omen. Die Sportler wünschen sich jedenfalls, dass die Finanzierungsfragen bald geklärt werden können und die Bauarbeiten so schnell wie möglich beginnen.

Dietmannsried – Der langersehnte und dringend benötigte neue Kunstrasenplatz für die Fußballabteilung des TSV Dietmannsried ist in greifbare Nähe gerückt. Bleibt die noch offene Frage der Finanzierung.

Die Kicker selbst lassen sich einiges einfallen, um ihren Beitrag zu dem kostspieligen Projekt zu leisten. Wer mag, kann Teilstücke des neuen Platzes symbolisch erwerben. Die Fußballer des TSV Dietmannsried hoffen seit vielen Jahren auf einen neuen Platz, denn das jetzige Spielfeld südlich der Festhalle ist völlig überbelastet und regelmäßig massiv sanierungsbedürftig. Nach langem Hin und Her (der Kreisbote berichtete) sind die Grundstücksfragen nun endlich geklärt. Die Gemeinde hat das infrage kommende Areal auf der gegenüberliegenden Straßenseite des jetzigen Hauptplatzes von der Kirche gepachtet, um es langfristig an den Verein weiter zu verpachten. 

Bevor aber der Kunstrasen ausgerollt werden kann, geht es jetzt um die Finanzierung des Projektes. Aufgrund schwieriger, mit Wasserregulierungsmaßnahmen einhergehender Bodenverhältnisse sowie einer zwingend nötigen Verlegung einer Überlandleitung fallen die Investitionskosten mit geschätzten rund 800 000 Euro vergleichsweise hoch aus. „Die Finanzierung soll auf drei Pfeilern ruhen“, erklärt Karl Birk, der Leiter der Fußball-Abteilung des Vereins. „Pfeiler 1 wird die Sportförderung des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) sein. Zum zweiten hoffen wir auf die Unterstützung der Gemeinde, mit der noch Gespräche anstehen. Pfeiler 3 ist der Hauptverein selbst.“ Wer welchen Teil der Finanzierung übernehmen wird, ist derzeit noch unklar.

 Verschiedene Aktionen 

Um die öffentlichen Kassen nicht allzu stark zu strapazieren und um ihr Scherflein beizutragen, haben sich die Fußballer mit ihren 20 Jugendtrainern (die jährlich weit über 2000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit für das Training der 150 Buben und Mädchen zwischen vier und 18 Jahren aufbieten) einige Aktionen einfallen lassen. Ein „Oktoberfest“ zu Gunsten des neuen Spielfeldes fand bereits statt. Für die nächsten Monate stehen diverse Kuchenverkäufe, ein Stand auf dem Weihnachtsmarkt sowie Benefiz-Hallenturniere an. Ein echtes Schmankerl ist die Möglichkeit, eines oder auch mehrere Teilstücke des neuen Platzes symbolisch zu erwerben. Der Preis für eine Parzelle liegt bei 25 Euro. Die Namen der Unterstützer werden nach Abschluss der Baumaßnahme auf einer Tafel am Sportplatz verewigt.

 „Wir haben jetzt schon ein knappes Drittel verkauft“, freut sich Karl Birk und hofft auf weitere Interessenten und großzügige Spender. „Wir würden uns wünschen, dass wir im nächsten Jahr loslegen können. Wenn man das Ganze zu lange hinauszögert, gibt es wieder Ermüdungserscheinungen. Wir wollen den Ball jetzt spielen.“

Sabine Stodal

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