"Ganz Bayern ist froh, dass die weg sind"

Derzeit läuft die Produktion im Gusswerk Waltenhofen noch. Trotz der erneuten Insolvenz sind die Mitarbeiter zuversichtlich, dass es weitergeht. Foto: Archiv

Trotz der erneuten Insolvenz ist die Stimmung bei der Belegschaft des Gusswerks Waltenhofen gut. „Für uns ist das ja nichts Neues“, sagte Betriebsratsvorsitzender Semsi Gözen am Mittwoch. „Wir haben die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es weitergeht“, betonte er. Wie berichtet wird die Produktion vorerst fortgeführt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé arbeitet derzeit daran, den Betrieb zu stabilisieren.

„Wir sind dabei wieder einen geordneten Geschäftsbetrieb in Gang zu bringen“, sagte Sebastian Brunner, Sprecher von Dr. Michael Jaffé, am Donnerstagmittag gegenüber dem KREISBOTEN. Derzeit werden Brunner zufolge Gespräche mit Kunden geführt, um herauszufinden, inwieweit das Gusswerk für sie wieder Aufträge bearbeiten kann. Kunden zurückgewinnen, das ist auch das Ziel, das Gözen formulierte. Unter den ehemaligen Besitzern Dr. Ruja Ignatova und ihrem Vater Plamen Ignatov habe sich beim Gusswerk nämlich viel verändert. „Aber zum Negativen, die Qualität hat abgenommen“, bemängelte er. Auch investiert hätten sie nicht. „Die ganzen Versprechungen waren von vorne bis hinten gelogen“, so der Betriebsratsvorsitzende. Dass die ehemaligen Geschäftsführer nun nicht mehr da sind, „darüber ist nicht nur die Belegschaft froh, sondern das ganze Allgäu, ganz Bayern“, betonte Gözen. Es könne nicht schlimmer werden, verdeutlichte er und hoffte, dass die Kunden zurückkommen und wieder qualitätsvoll gearbeitet werden kann.

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