Die Gaube ist zu lang

Die Arbeiten für das neue Studentenwohnheim haben bereits begonnen. Foto: Matz

Aufgrund von Änderungen in der Planung musste sich der Bauausschuss am Montagabend erneut mit dem von der Sozialbau vorgesehenen Neubau eines Studentenwohnheims in der Immenstädter Straße beschäftigen. Den ersten Bauantrag im November hatte das Gremium einstimmig befürwortet (der KREISBOTE berichtete), die neuen Pläne konnte der Großteil der Stadträte jedoch nicht komplett absegnen.

Wie Dr. Franziska Renner, Leiterin des Bauordnungsamts, erläuterte, sollen in dem geplanten Neubau in der Immenstädter Straße 69 bis 71 insgesamt 34 Studenten in Einzel und Doppelappartements sowie in Dreier-Wohngemeinschaften Platz finden. Die notwendigen 35 Parkplätze können auf dem Grundstück nachgewiesen werden. Das Treppenhaus, das im bereits genehmigten Bauantrag dem Gebäude vorgelagert war, wird nun in das Gebäude integriert. Diese Planänderung befürworteten die Stadträte, mit der neu vorgesehenen Dachgaube hatten sie allerdings ihre Probleme. Ausnahme nicht möglich Laut Renner möchte die Sozialbau eine über 16 Meter lange Gaube ins Dach einbauen, allerdings seien aufgrund der Ein-Drittel-Regelung (Dachgaube darf ein Drittel der gesamten Dachlänge sein) nur etwa 12 Meter erlaubt. „Die massive Überschreitung über vier Meter können wir aus städtebaulicher Sicht nicht befürworten“, betonte sie. Und auch OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) meinte: „Wenn wir die Dritte-Frage brechen, machen wir ein Fass auf, das wir nicht mehr zukriegen.“ Bei einer Gegenstimme von SPD-Stadtrat Siegfried Oberdörfer, der die Lösung mit der Gaube „architektonisch schön“ fand, lehnte der Bauausschuss die 16 Meter lange Gaube ab. Bei Einhaltung der Ein-Drittel-Regelung sei eine Dachgaube aber grundsätzlich schon möglich, so Bauordnungsamtsleiterin Renner.

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