Gedenken an Opfer des NS-Regimes

Mit einer Gedenkfeier am Mahnmal auf dem Friedensplatz hat die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) am vergangenen Mittwoch an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.

Bereits 1996 war auf Initiative von Bundespräsident Roman Herzog der 27. Januar, dem Tag der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Russen, zum Gedenktag ernannt worden. „Auch in Kempten halten wir an diesem Tag die Erinnerung an die Opfer wach“, sagte Marie Lancier von der DIG. „Der Opfer sind viele“, so Lancier weiter. „Sinti und Roma, Jenische, geistig und körperlich Behinderte, nicht angepasste Künstler, so genannte Asoziale, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, politisch Andersdenkende, Frauen und Männer der Kirche, Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter.“ Die Gedenktage wie der des 27. Januar sollten immer wieder verdeutlichen, wie wertvoll unsere Demokratie sei, „wie ungeheuer wichtig es ist, aus der Vergangenheit zu lernen und diese Überzeugung an die nachwachsenden Generationen weiter zu geben“, sagte sie. Ibo Gauter vom Verein „Stolpersteine für Kempten und Umgebung“ erinnerte ebenfalls an die zahllosen Opfer der Nazi-Regierung. Sie kündigte an, dass die ersten Stolpersteine in Kempten am 15. und 16. Juli gelegt und Teil eines großen dezentralen Denkmals werden sollen. „Es sind Steine, die mit einer Messingplatte überzogen sind. In ihr sind Namen und Lebensdaten eingraviert“, erklärte Gauter.

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