Gefährlicher Einsatz

Mit einer kleinen Feierstunde im Offiziersheim der Ari-Kaserne haben Dr. Christian Fürlinger, Kommandeur des Gebirgssanitätsregiments 42, und Bürgermeister Josef Mayr (CSU) am Freitagmittag rund 29 Kemptener Soldaten in den Einsatz nach Afghanistan verabschiedet. Mayr sprach dabei von einem „ergreifenden Anlass“.

Vier Monate werden die Kemptener Sanitätssoldaten demnächst im Land am Hindukusch verbringen. Allerdings werden sie im Rahmen der ISAF-Operation nicht alle zusammen an einem Standort arbeiten, sondern auf die verschiedenen Bundeswehr-Camps in Afghanistan aufgeteilt. Ihr Abflug in das rund 5400 Kilometer entfernte Land wird in den kommenden Wochen Stück für Stück vollzogen. Ihre Aufgaben werden vor allem in der Arbeit im Feldlazarett oder als Sanitätsbegleitung der Bundeswehr-Konvois bestehen. Regimentskommandeur Dr. Christian Fürlinger wies seine Soldaten auf die möglichen Risiken des Einsatzes hin. „Sie werden in eine andere Welt kommen“, sagte er. Dort herrsche zwar kein Krieg im herkömmlichen Sinne, „aber es ist ein gefährlicher Einsatz.“ Die Kemptener Soldaten sollten deshalb am Hindukusch die gleiche Professionalität walten lassen wie am Heimatstandort. „Zeigen Sie, was Sie gelernt haben“, appellierte Fürlinger. Ziel des Einsatzes sei nach wie vor, ein noch stärkeres Wiederaufflammen der Gewalt als bisher zu verhindern. Nicht zu unterschätzen seien aber auch die Gefahren des Lagerkollers, mahnte der Kommandeur. „Die meisten von Ihnen werden das Lager während der vier Monate nicht einmal verlassen“, kündigte er an. Gegen die „Lagerhaft“ helfe nur eine funktionierende Kameradschaft. Bürgermeister Mayr sagte hingegen angesichts der riesigen Entfernungen von fast 5500 Kilometern: „Ein Stück Kempten geht auf eine große Reise.“ Sein größter Wunsch sei deshalb, „dass Sie alle wieder gesund nach Kempten zurückkehren“, sagte Bürgermeister Josef Mayr.

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