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Geflüchtete in Kempten eingetroffen, im Oberallgäu rechnet man noch mit ihnen

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Von: Susanne Lüderitz

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Während man im Oberallgäu noch der Dinge harrt, sind in Kempten bereits Geflüchtete angekommen, die in den städtischen Notunterkünften untergebracht wurden. © Symbolfoto/PahterMedia: bodnarphoto

Kempten/Oberallgäu - Nachdem der Landkreis Oberallgäu und die Stadt Kempten sich kurzfristig hatten vorbereiten müssen, sind bisher nicht überall Geflüchtete aus der Ukraine angekommen.

Der Landkreis Oberallgäu rechnete für das vergangene Wochenende mit der Ankunft von bis zu 300 ukrainischen Geflüchteten in den Unterkünften im Kreisgebiet. Hintergrund war eine Meldung der Regierung von Schwaben vom späten Donnerstagnachmittag. Demnach ist das schwäbische Ankerzentrum in Augsburg voll belegt – weshalb nun die förmliche Zuweisung von im Ankerzentrum registrierten Flüchtlingen in die Landkreise beginne.

Auf der Basis der Zahlen der Regierung von Schwaben hat sich der Landkreis auf die Aufnahme der geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer vorbereitet: Neben der Turnhalle in Rettenberg, die bereits umfassend mit 80 Plätzen ertüchtigt ist, wurde auch der Marktanger in Sonthofen übergangsweise als Notunterkunft hergerichtet. Hier finden 100 Geflüchtete Platz. Aus Augsburg übermittelt wurden bis Montag jedoch keine Flüchtlinge. 

Bis dato hatten sich 63 Ukrainerinnen und Ukrainer, die allerdings privat untergebracht sind, für das Oberallgäu registrieren lassen. „Wir gehen aber davon aus, dass sich aktuell im Landkreis 250 bis 300 Geflüchtete aufhalten“, so Franziska Springer von der Pressestelle des Landratsamtes Oberallgäu, „es gibt aktuell keine Registrierungspflicht.“

Auch in Kempten hatte man sich vorbereitet und rasch die Dreifachturnhalle am Berufsschulzentrum ertüchtigt. Wie das Büro des Oberbürgermeisters dann am Montag mitteilte, sind über das Wochenende letztendlich 105 geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer in Kempten angekommen, darunter 66 Frauen und viele Kinder. Die Altersspanne reicht von einem Jahr bis 85. Ein vorläufiges Dach fanden sie in der Dreifachturnhalle des Berufsschulzentrums.

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