Gegen die Kürzungen

Um einen ausgeglichenen Haushalt zu erzielen, beabsichtigt die Bayerische Staatsregierung die sogenannten freiwilligen Leistungen im Haushalt des Kultusministeriums ab 2011 radikal zu kürzen. Betroffen sind unter anderem der Bayerische Jugendring (BJR) und die ihm angeschlossenen Jugendverbände. „Diese Kürzung steht im krassen Widerspruch zu dem angekündig- ten Schwerpunkt Bildungsarbeit der Staatsregierung“, stellte der stellvertretende Vorsitzende des Stadtjugendrings (SJR) Kempten, Stefan Keppeler, in der jüngsten Vorstandssitzung fest. Der SRJ möchte jetzt gegen die Kürzungen vorgehen.

Die Kürzungen des Jugendprogramms der Bayerischen Staatsregierung/Teil Jugendarbeit im Doppelhaushalt sehen vor, dass in den Jahren 2011 und 2012 insgesamt 1,1 Millionen Euro weniger in die Jugendarbeit gesteckt werden. „Es ist Realität, dass jeder Einschnitt in die finanzielle Ausstattung des Jugendprogramms eine zusätzliche Belastung für die ehrenamtliche Jugendarbeit darstellt. Es wird zu tiefen Einschnitten im Bereich der ehrenamtlichen Jugendarbeit kommen“, betont Vorstandsmitglied Hannes Messe von der Evangelischen Jugend. Betroffen wären nach Aussage des BJR unter anderem die Ausbildung von Ehrenamtlichen, die Jugendbildung, die Grundförderung sowie die Personalkostenförderung der Jugendverbände. Der SJR ist unmittelbar von den Kürzungen betroffen – die eingeplanten Mittelzuweisungen im Bereich der politischen Arbeit und der Seminare für Jugendleiter sind massiv gefährdet – eine Einnahmelücke von mehreren Tausend Euro ist wahrscheinlich. Darüber hinaus werden nur in Kempten für 250 ehrenamtliche Jugendgruppenleiter und zirka 5000 organisierten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen von den Mitgliedsverbänden wichtige pädagogische Angebote gemacht, die alle vom BJR unterstützt und gefördert werden. Hier werden die Kürzungen zu empfindlichen Einschnitten führen. „Wir fordern die Staatsregierung auf, die geplanten Kürzungen zurückzunehmen. Jugendarbeit muss als unverzichtbarer Ort persönlicher und ganzheitlicher Bildung erhalten bleiben“, so die SJR-Vorstandschaft. Sie bittet alle, aktiv gegen die geplanten Kürzungen vorzugehen und die ehrenamtliche Jugendarbeit zu schützen.

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