Geglückte Premiere

Ausgepumpt und schlammverschmiert kommen die Teilnehmer des 1. Kemptener Mountainbike-Marathons ins Ziel. Foto: privat

In viele glückliche, aber mächtig schlammverschmierte Gesichter haben die Verantwortlichen des RSC Auto Brosch Kempten am vergangenen Sonntag geblickt. Die Premiere des 1. Kemptener Mountainbike-Marathons war geglückt. „Der Marathon war aus unserer Sicht sensationell gut. Die Teilnehmer, darunter Top-Biker aus neun Nationen, waren sehr zufrieden mit der anspruchsvollen Strecke“, resümierte Ferdl Ganser vom RSC. Insgesamt konnte in acht Klassen ein Allgäuer Meister gekürt werden.

Trotz widrigem Wetter mit Regen und sogar leichtem Schneefall am höchsten Punkt haben sich rund 470 Frauen und Männer auf den 36 Kilometer langen Rundkurs begeben. Wer diesen zweimal umrundet hatte, wurde in die Wertung der Allgäuer Meisterschaft aufgenommen. Den Titel in der Klasse HKL M holte überraschend Andreas Kleiber (21) aus Lindenberg vom Rothaus Poison-Bikes-Team in einer Zeit von 2:29 Stunden. „Mein Glück war der Ausfall der beiden Favoriten Markus Kaufmann und Rupert Palmberger, die beide Pannen hatten“, so der frisch geduschte Allgäuer Meister bei der Siegerehrung. Und auf die Dusche haben sich die Radler nach dem „Schlammrennen“ besonders gefreut. Egal ob lange oder kurze Distanz, alle Radler kamen völlig verdreckt und durchgefroren im Ziel an. „Auch wenn wir wie Schweinchen ausschauen und es saukalt war, es war ein geniales Rennen mit eine super abwechslungsreiche Strecke“, sagt Richard Klein vom Team RSC Auto Brosch Kempten. Der Mountainbiker ist insgesamt Zweiter geworden (2:29,14). Dritter wurde Roman Herrmann vom Team RSC Biberach/TWS Energieteam Scott. Bei den Damen sicherte sich in der Masters-Klasse Birgitt Hühnlein vom SC Marktoberdorf in 3:05,46 den Titel. Katharina Albertini vom Team black tusk Racing by to Motion fuhr die beste Zeit von 2:59,31 in der HKL W vor der Österreicherin Verena Krenslehner vom Conway Racing Team/Maloja (beide nicht in der Wertung um die Allgäuer Meisterschaft). 300 Frauen und Männer hatten sich nach 36 Kilometer für die Abzweigung ins Ziel entschieden, anstatt an der Verpflegungsstation im Start/Ziel- bereich nochmals den Berg hinauf zu strampeln. 155 Frauen und Männer waren nach 72 Kilometern und 1400 Höhenmetern ins Ziel gekommen. „Die erste Runde hatten die Biker einen 30er Schnitt, was bei dem Wetter sehr gut ist“, erklärte Ferdl Ganser, RSC-Abteilungsleiter Mountainbike den Besuchern. Glücklich ist der Organisator auch, dass bei so vielen Startern kein größerer Unfall passiert ist. Den wetterbedingt überschaubaren Besuchern, die sich während des Rennens bei Auto Brosch in Durach durch die Grund- und Mittelschule Durach verpflegen ließen, bot die Trial School mit den beiden Fahrradtrail-Experten Thomas und Stefan Bilgeri waghalsige Kunststücke. RSC-Vorsitzender Karl Schlusche lobte die Teilnehmer bei der Siegerehrung. „Alle haben sich an unser Motto ‚respektiere Deine Grenzen’ gehalten und sind auf den von Grundstücksbesitzern und der Bayerischen Staatsforsten freigege- benen Wegen geblieben.“

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