Es geht hoch hinaus

Am Montag konnten bereits die ersten Arbeiten am Radweg beobachtet werden. Foto: Würzner

Eineinhalb Jahre nach der Eröffnung muss am Radweg zwischen Kempten und Altusried zum zweiten Mal nachgebessert werden: Wegen andauernder Probleme mit dem Hangwasser gegenüber der Abzweigung nach Schlatt wird der Radweg im dortigen Bereich in den kommenden Tagen um 50 bis 60 Zentimeter angehoben, erläuterte Kemptens Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann am Montagmittag. Erst Mitte Dezember hatte Wiedemann dort kurzfristig eine Sickergrube anlegen lassen, da der Weg an besagter Stelle komplett unter Wasser stand und somit unpassierbar war.

Bis zu einem halben Meter hoch hatte sich im Winter das Schmelzwasser in der Mulde angesammelt, durch die der neue Radweg entlang der Staatsstraße 2009 führt. Erst eine Mitte Dezember kurzfristig angebrachte Sickergrube brachte etwas Abhilfe. Um ähnliche Probleme künftig zu vermeiden, soll der Geh- und Radweg zwischen Burg und Rappenscheuchen in den kommenden eineinhalb bis zwei Wochen auf einem Teilstück von 80 bis 100 Metern um etwa einen halben Meter angehoben werden. „Der Radweg wird auf Höhe gesetzt“, nannte das Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann am Montagmittag. „Damit verhindern wir künftig das Aufstauen“, betonte er. „Bei Starkregen ist die Mulde immer voll.“ Konkret wird Wiedemann zufolge in den kommenden Tagen zunächst die bestehende Asphaltschicht abgetragen, ehe eine Schicht aus Kies aufgeschüttet und schließlich der neue Asphalt wieder aufgetragen wird. Die Kosten für die gesamte Maßnahme schätzt der Tiefbauamtsleiter auf etwa 40 000 bis 45 000 Euro. Obwohl der Radweg ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Kempten und der Gemeinde Altusried ist, muss die Stadt die Kosten al- lein übernehmen, da das betreffende Stück auf Kemptener Flur liegt. Von einem Planungsfehler will Wiedemann aber nicht sprechen. Bei den Planungen habe man sich seinerzeit mit den betreffenden Grundstücksbesitzern und Landwirten darauf geeinigt, beim Bau des Weges möglichst wenig in die Flächen einzugreifen. Das Ergebnis sei die bisherige Variante gewesen. Dazu komme noch, dass das unerwartet starke Hangwasser damals nicht abzusehen gewesen sei. „Diese Menge ist so vorher nicht festgestellt worden“, betonte Wiedemann. Die jetzigen Nachbesserungsarbeiten erfolgten in Absprache mit den Grundstücksbesitzern. Der Radweg zwischen Burg und Rappenscheuchen war erst im Herbst 2009 nach jahrelangem Hin und Her zwischen der Stadt Kempten, der Gemeinde Altusried und dem Freistaat Bayern eröffnet worden. Schließlich hatten Stadt und Gemeinde die Sache selbst in die Hand genommen und die Radweglücke für etwa 400 000 Euro geschlossen. Zuschüsse gab es aus dem Konjunkturpaket. Auf der kurvigen Staatsstraße 2009, die die Radler bis dahin befahren mussten, sind täglich um die 6000 Autos unterwegs. Immer wieder war es zu Unfällen gekommen.

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