"Es geht nur miteinander"

Seniorenpolitischer Beirat rüstet sich für 2019

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Cordula Amann (l.) koordiniert die Seniorenpolitik der Stadt, Moderatorin Monika Willert (r.) begleitet das Gremium ins Jahr 2019.

Kempten – Im Jahr fünf seines Bestehens fand sich der Seniorenpolitische Beirat (SPB) der Stadt Kempten zu einem Workshop zusammen, um auf die bisherige Arbeit zurück und auf den Weiterweg voraus zu blicken.

Professionell moderiert von Monika Willert widmeten sich die fünf Kleingruppen sowohl den übergeordneten Themen als auch den kleinen praktischen Schritten hin zur Umsetzung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts.

„Worin sehen Sie Ihre Arbeit als Beirat oder Beirätin? Was will ich erreichen?“ Zu diesen Fragen sammelte sich alsbald eine Vielzahl an Antworten auf der Pinnwand. Eine Auswahl: Über den Tellerrand schauen – Synergien nutzen – Fachwissen einspeisen – Altersarmut aus der Tabuzone holen – eine demenzfreundliche Kommune schaffen – den Erfahrungsschatz alter Menschen heben und Ehrenamtliche unterstützen.

„Was läuft derzeit gut?“, dazu fehlte es nicht an lobenden Aussagen, etwa zur Quartiersarbeit, der Vernetzung mit der Fachhochschule, den Seniorenclubs und zum Altstadthaus. Deutlich länger fiel allerdings die Liste der Optimierungswünsche aus. Auffallend viele Verbesserungsvorschläge betrafen das Mobilitätskonzept der Stadt, dessen Umsetzung als zu zäh kritisiert wurde. Das für alte Menschen so entscheidend wichtige ÖPNV-Angebot, besonders am Abend und am Sonntag, wurde offenbar immer noch nicht verbessert. Es fehlen Kurzzeitpflegeplätze in den geschützten Bereichen der Heime, es braucht mehr Räume und Menschen für individuelle Aktionen in den Stadtvierteln. Außerdem müsse man die verschiedenen und sich ändernden Bedürfnisse erkennen – Stichwort: „Jedes Quartier ein Kosmos“ – und zum Beispiel den Stadtteil Eich stärker berücksichtigen.

Im kommenden Jahr, so der Beschluss, wird jede Sitzung mit einem kurzen Impulsvortrag eingeleitet. Die Expertinnen und Experten sollen dabei ihre spezifischen Aufgaben und Arbeitsbereiche vorstellen, um die Vernetzung der Dienste zu stärken. „Fachkompetenz von außen dazu holen!“ war ein anderer Vorschlag, wobei eine Vertretung der Mona den Anfang machen könnte. Der SPB wird auch im Jahr 2019 Veränderungsprozesse begleiten, unter dem schlichten aber treffenden Motto „Wir wollen den Seniorinnen und Senioren behilflich sein.“

Elisabeth Brock

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