Ein Entwicklungskonzept soll Antwort geben

Wie geht‘s weiter mit der Kultur?

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Bei der KunstNacht interviewte Herr Amsel vom Büro für kulturelle Angelegenheiten die Besucher in einer inszenierten Befragung.

Kempten – Welche Wege will die Stadt in den nächsten Jahren beim Thema Kulturentwicklung einschlagen, und welche kulturpolitischen Schwerpunkte setzen? Abgesehen von der Eröffnung des Stadtmuseums Anfang Dezember und der steten Weiterentwicklung des Archäologischen Parks Cambodunum wurden im Bereich Kulturentwicklung in den letzten Jahren noch keine entscheidenden Maßnahmen auf den Weg gebracht. Seit September befasst sich deshalb die Agentur Kulturgold mit der Entwicklung eines Kulturkonzeptes, das Ende 2020 präsentiert werden soll.

Céline Kruska von der Agentur stellte im Kulturausschuss vor, worum es dabei gehen soll, nämlich darum Zielvorstellungen auszuloten und Maßnahmen für deren Umsetzung zu entwickeln. Anknüpfungspunkt ist eine aus dem Jahr 2017 stammende Straßenbefragung zu musealem und touristischem Angebot. 

Besucher der KunstNacht konnten sich bereits in den Entwicklungsprozess durch die Agentur Kulturgold einbringen. Da hatten sich nämlich viele an den Schreibtisch des Herrn Amsel vom „Büro für kulturelle Angelegenheiten“ vor der Residenz gesetzt, um an der inszenierten Befragung teilzunehmen. Dabei handle es sich zwar um „keine empirische Umfrage“, betonte Kruska, „ein Stimmungsbarometer“ sei es aber. 

Er habe das Gefühl, „wir haben eher schon zu viele Angebote“, sagte Lothar Köster (SPD) nach dem Vortrag, wobei natürlich auch die Bevölkerung wachse, räumte er ein. Allerdings finde seiner Ansicht nach die Kultur da statt, wo nicht gesteuert werde und heute auch eher „im kleinen Rahmen“. Seine Fraktionskollegin Katharina Schrader wies darauf hin, dass auch diejenigen befragt und an Kultur herangeführt werden müssen, die bislang „nichts damit am Hut haben“. Bei der KunstNacht habe man gesehen, dass die Leute „schon kommen und sich Zeit nehmen“, meinte Kulturamtsleiter Martin Fink. Sonst gehe es, so Kruska, nur über „sehr ressourcenaufwändige“ aufsuchende Befragung.

Christine Tröger

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