"Geistig in der Welt der Antike unterwegs"

Friedrich Hechelmann ist einer der Großen in der Kunstszene und lebt nun schon seit vielen Jahren in seiner Heimatstadt. Seine Bücher und Bilder haben ihren Platz im internationalen Kunstbetrieb erobert und der Besuch der Kunsthalle im Schloss gehört schon fast zum guten Ton, wenn man mitreden möchte. Genau in den Räumen der Kunsthalle ist demnächst mit einem größeren Umbruch zu rechnen und im September kommt ein neues Buch mit Bildern von Hechelmann in den Handel. Grund genug, einmal bei dem Künstler vorbeizuschauen.

Bei der Kunsthalle im Schloss ändert sich was. In die bisherige Skulpturenhalle wird eine Städtische Galerie Einzug halten. Am 4. Juli ist die Eröffnung. Wie lange bestand die Skulpturenhalle und welchen kulturhistorischen Wert stellen die Figuren dar? Hechelmann: „In zehn Jahren wurden die Figuren zusammengetragen. Die Sammlung gibt es in dieser Form nicht noch einmal. Es ist die größte private Repliken-Sammlung überhaupt und man muss auf fast alle Kontinente reisen, um die Originale zu betrachten.“ Wo werden die Figuren in Zukunft untergebracht sein? Hechelmann: „Verteilt über die Flure der Ausstellungsräume der Kunsthalle erhielten sie einen würdigen Platz.“ Wie kam es zur Einrichtung der Skulpturenhalle? Hechelmann: „Das war eine gemeinsame Idee von Josef Baschnegger-Hechelmann und mir. Ohne ihn wäre die Stiftung nicht zustande gekommen und die Skulpturenhalle hätte es auch nie gegeben.“ Ist das nicht eigentlich ein Teil von „Hechelmanns Welt?“ Hechelmann: „Ja, das kann man so sagen. Ich bin grundsätzlich geistig viel in der Welt der Antike unterwegs.“ Wie fügt sich die städtische Galerie in Hechelmanns Refugium von Bildern und Atmosphäre? Hechelmann: „Grundsätzlich sollte der Stiftungsgedanke, Kunst und Kultur zu fördern, weiter ausgebaut werden. Den Rest muss man abwarten.“ Wie ist die Kunsthalle nun daran beteiligt? Hechelmann: „Der Eintrittspreis bleibt gleich und gilt für beide Bereiche. Beides kann gemeinsam besichtigt werden. Betreut wird die Städtische Galerie von der Kunsthalle und auch die Personalkosten werden von ihr getragen.“ Ist neben der Arbeit an Büchern eigentlich noch „Platz“ für größere Formate beim Künstler Friedrich Hechelmann? Hechelmann: „Eigentlich schon. Es gehört viel Kraft und Energie dazu. Man muss nach Wochen der Arbeit irgendwann entscheiden, ob das entstehende Werk den persönlichen Vorstellungen entspricht. Qualitätsvorstellungen, Technik, Ausführung, Disziplin und Herangehensweise spielen auch bei kleinen Formaten eine Rolle. Meine Beiträge zu den Büchern sind eigenständige Interpretationen, die von den jeweiligen Texten inspiriert werden. Sie könnten auch ohne die Texte existieren. Als nächstes, am 18. September, ist Buchpremiere und Vernissage für das mit Muriel Simon verfasste Buch ‘Die Rückkehr der Engel’. Dabei sind die Texte nach meinen Bildern entstanden.“ Ist das das neueste Projekt? Hechelmann: „Nein, natürlich nicht, die ‘Rückkehr der Engel’ ist schon länger fertig gestellt. Im Augenblick arbeite ich an Bildern für ein Jugendbuch von Cornelia Funke, der Autorin der ‘Tintentrilogie’. Sie hatte mich gefragt, ob ich ihr neues Buch mit meinen Bildern ausstatten würde. Ich finde die neue Geschichte von ihr spannend und gut erzählt. Sie liegt recht genau auf meiner Wellenlänge. Ach ja, ‘Momo’ erscheint demnächst als ‘Paperback’.“ Die Termine der Kunsthalle sind: Voraussichtlich vom 13. bis 15. August Schlossfestival (Genaueres wird noch bekannt gegeben) und die Vernissage und Buchvorstellung von „Die Rückkehr der Engel“ am 18. September. Geänderte Öffnungszeiten der Kunsthalle im Schloss sind: Mittwoch bis Freitag von 14 bis 18 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 14 Uhr. Die Städtische Galerie im Schloss feiert ihren Auftakt mit der Ausstellung: „Ottl Aicher-Wilhelm von Ockham – Das Risiko modern zu denken – Ein Bilderbogen.“

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