Geistreiche Wette

In Zeiten knapper Kassen müssen auch Pfarrer immer mehr Phantasie beweisen, wenn es darum geht, frisches Geld für die Gemeindekasse aufzutreiben. Deshalb ließ sich Pfarrer Michael Stritar im Rahmen des Gemeindefestes der Kemptener Christuskirche am Sonntag gegen Geld aufwiegen – was keine schlechte Idee war, denn der Pfarrer bringt es auf stattliche 110 Kilo. Das durch des Pfarrers verlorene Wette eingenommene Geld soll in den Neubau des Gemeindehauses fließen.

Nach dem Frühgottesdienst und dem anschließenden bunten Programm für Jung und Alt im Rahmen des Gemeindefestes schritt der Pfarrer am Nachmittag zur Tat: Stritar wettete mit seiner Gemeinde, dass es die Mitglieder nicht schaffen, seine 110 Kilo mit Geld aufzuwiegen. Um den Beweis anzutreten setzte sich Stritar auf das eine Ende einer großen Holzwippe. Am anderen befestigte er einen Behälter, in den die Festbesucher so lange Geld einwerfen konnten, bis das Gewicht des Pfarrers aufgewogen war. Als Wetteinsatz bot der Pfarrer an, für die Nutzer der „Tafel“ in der Magnusstraße ein Mittagessen zu kochen. Gesagt, getan. Offenbar hatte der Pfarrer nur nicht mit der Spendenbereitschaft der Gemeindemitglieder gerechnet – denn immerhin soll das Geld der Wette in den Neubau des Gemeindehauses fließen. Und so neigte sich die Wippe schnell immer mehr in Richtung des Pfarrers, während in dem Behälter die Münzen nur so klimperten. Die 110 Kilo waren so schnell aufgewogen. Pfarrer muss kochen Jetzt darf sich Michael Stritar zwar über einen ordentlichen Zuschuss für das neue Gemeindehaus freuen. Um das Kochen des versprochenen Mittagessens für die „Tafel“ wird er allerdings wohl nun nicht mehr herum kommen. Aber vermutlich wird Stritar das angesichts der positiven Umstände sehr gerne tun.

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