Geld für "Elternauszeit"

„Nachdem die Atombombe auf Hiroshima fiel, war er der erste Baum, der wieder Blätter trieb“, erklärt Christiane Eichenhofer die Widerstandsfähigkeit des Ginkgo-Baumes. In Bezug auf diese Eigenschaft hat sie 1992 die Benefiz-Radtour, „Tour Ginkgo“ ins Leben gerufen, mit der sie jedes Jahr kranke Kinder unterstützt. Vom 16. bis 18. Juli fährt die Tour von Kempten aus durch das Allgäu. Die Spendengelder, die an diesen drei Tagen zusammen kommen sollen, kommen dem Projekt „Elternauszeit“ des Bunten Kreises zu Gute.

„Gib niemals auf“, sei die Botschaft der „Tour Ginkgo“, erklärte Staatssekretär Dr. Gerd Müller (CSU) vergangenen Freitag im Rathaus, als er mit den übrigen Verantwortlichen die Tour vorstellte. Mit OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) und Landrat Gebhard Kaiser (CSU) teilt er sich die Schirmherrschaft über die Aktion. Bis zu 110 Radfahrer sollen am 16. Juli am Illerstadion starten und in drei Tagesetappen quer durch das Allgäu und wieder zurück nach Kempten fahren. Das Ziel: Möglichst viel Spendengelder sammeln. Mit dem erstrampelten Geld soll auf der Kinderstation des Klinikums Kempten ein Raum für die Eltern und Geschwister entstehen, die die jungen Patienten auf der Kinderstation begleiten. „So sollen sich die Eltern einmal bei Licht hinsetzen und ein Buch lesen, oder in Ruhe miteinander reden können“, so Dr. Herbert Müller, Chefarzt der Abteilung und ärztlicher Direktor des Klinikums. Die Angehörigen sollen sich eben eine Auszeit nehmen können. Prominente Unterstützung Mit dabei sollen auch prominente Fahrer sein. In der Vergangenheit hatten unter anderem Olaf Malolepski von den Flippers, Ex-Boxer Rene Weller oder Ex-Fußballnationalspieler Karl Allgöwer die Tour unterstützt. Wer genau dieses Jahr dabei ist, wird erst im April feststehen, so Eichendorfer. Doch mit Rad fahren allein ist es nicht getan. Wie der OB erklärte, soll auch durch weitere Aktionen am Rande Geld zusammen kommen. Die Bäckerinnung habe versprochen, anlässlich der Tour ein besonderes Backwerk herzustellen und zu verkaufen. Der Tag der Musik am 6. Juni, bei dem Bands in der ganzen Stadt Geld für gute Zwecke erspielen, stehe heuer ebenfalls unter dem Symbol des Ginkgo-Baumes. Spontane Ideen Manch eine Idee, wie man außerdem Geld sammeln könnte, ergab sich spontan bei der Pressekonferenz im Rathaus. Mit zwei Flaschen eines Weines, von dem ein Teil des Verkaufserlöses an die Stiftung von Christiane Eichenhofer geht, bedankte sich die Tour-Gründerin bei den Schirmherren. „Den könnte man doch zusammen mit dem Gebäck der Bäckerinnung an einem Stand verkaufen“, schlug Netzer vor. Für einen Spenden-Vorschuss sorgte zudem die Firma Paul Lange. Der Importeur von Fahrradzubehör stiftete einen Scheck über 25000 Euro.

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