Dr. Wolfgang Dieing zum Honorar-Professor an der nta ernannt

Ehre, wem Ehre gebührt

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nta-Leiter Prof. Dr. Gerald Grübler (links) ernennt Dr. Wolfgang Dieing zum Honorar-Professor.

Isny – Dr. Wolfgang Dieing ist neuer Honorar-Professor an der Naturwissenschaftlich-Technischen Akademie (nta) Isny. Geschäftsführer Prof. Dr. Gerald Grübler überreichte ihm vergangene Woche die Ernennungsurkunde.

Eine bemerkenswerte Laufbahn hat Dr. Wolfgang Dieing bisher in seinem Leben vorzuweisen. Er ist stolz darauf, dass er nach Abschluss der Hauptschule in Isny über die Metallfachschule Leutkirch und das angeschlossene Technische Gymnasium das Abitur nachholen und anschließend an der Uni Ulm Medizin studieren konnte. Das war der Grundstein für seine weitere Karriere, die bereits angefangen hatte als er beim DRK tätig war, 1986 einen Lehrauftrag an der Krankenpflegeschule bekam und 1988 zum Kreisausbildungsleiter des DRK KV Wangen ernannt wurde. Seine Promotion 1989 über die „Anti-Schock-Hose“ hatte er im Bundeswehrkrankenhaus Ulm vorbereitet. 1993 folgte sein „Facharzt für Anästhesie“ am Augenzentrum Wangen. 1997 wurde er ärztlicher Leiter zweier Rettungsdienstschulen und 2006 Dozent an der Naturwissenschaftlich-Technischen Hochschule Isny, die ihn jetzt zum Honorar-Professor ernannte. 

Die Begrüßung der zahlreichen Zuhörer bei der Antrittsvorlesung hatte sich Prof. Dr. Gerald Grübler vorbehalten, der als Geschäftführer der nta den neuen Profes- sor des Kollegiums vorstellte. Honorar-Professor wird man bei entsprechender Promotion nach sechsjähriger Lehrtätigkeit an einer Hochschule, wenn diese zur Habilitierung berechtigt ist und alle Voraussetzungen dafür gegeben sind. Bei Dr. Wolfgang Dieing war das keine Frage, denn die Vorlesungen des Notarztes und Anästhesisten sind bei den Studenten sehr beliebt. Abgesehen davon, dass er auch einen ausgeprägten Sinn für Humor hat und den konnte er vergangene Woche auch bei seiner Antrittsvorlesung zu seiner Professur einfließen lassen. Das Thema war: „Notfallmedizinische Folgen akuter Vergiftungen und deren Therapie- möglichkeiten.“ 

Mit einem freundlichen Lächeln stellte Dieing die Thematik vor. „Hier kommt normalerweise ein Aufkleber auf die Ausführungen: Bitte machen Sie es nicht nach! Es ist im Prinzip eine Gebrauchsanweisung wie Sie sich möglichst unproblematisch und effektiv das Leben nehmen oder andere beseitigen können.“ Er sprach über Kohlendioxidvergiftungen, Kohlenstoff- monoxidgefahren und die Gefahren von Blausäure (Cyanwasserstoff). Die Erklärungen der Verursachung und die Folgen der Vergiftungen waren praxisnah und realistisch. Auch die Therapiemöglichkeiten und eventuelle Lebensrettung schilderte er. In allem schwang jedoch die Bitte mit, sich auf all den angesprochenen Gebieten besonders vorsichtig zu verhalten. Am Beispiel der Freiwilligen Feuerwehren machte Dieing deutlich, wie wichtig auch das Tragen von Atemgeräten ist, wenn die Wehren in brennende oder schwelende Gebäude hinein müssen. Das ist in seinen Augen die einzig richtige Methode damit umzugehen, ohne zu Schaden zu kommen. 

Nachdem der Beifall abgeklungen war, hatte noch einmal Professor Dr. Gerald Grübler das Wort und überreichte die Ernennungsurkunde, verbunden mit einer Gratulation an den seit Jahren als Dozent an der nta tätigen Mediziner. Professor Dr. Wolfgang Dieing hat sich diesen Titel offensichtlich redlich verdient und es kann nach seiner Meinung nicht genug betont werden, dass in unserem Bildungssystem eigent- lich alles möglich ist. Beim anschließenden kleinen Empfang überreichte Professor Dr. Kurt Grillenberger dem neuen Professor in Anlehnung an seine Promotion als Mediziner sein Modell einer „Anti Schock Hose“, das hier allerdings nicht ausführlich beschrieben werden soll...

Manfred Schubert

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