Gelungenes Konzept

Zahlreiche Bürger interessierten sich am Sonntag für die Isnyer Stadttürme. Foto: Schubert

Der Tag des offenen Denkmals ist auch in Isny ein Grund gewesen, verschiedene Gebäude für die Öffentlichkeit zu öffnen und bei einem Stadtrundgang einen Einblick in die Geschichte der ehemaligen Freien Reichsstadt zu ermöglichen. Das Büro für Touristik stellt schon seit längerem ein Konzept mit Themenführungen zusammen und ein Gang entlang der Stadtmauer lohnt sich immer wieder.

Es sind trotz des großen Stadtbrandes 1631 und des Abrisses zweier mächtiger Stadttore im 19. Jahrhundert noch immer genügend Gebäude in Isny vorhanden, die geschichtsträchtig und eindrucksvoll von der Vergangenheit berichten. Auch der Blaserturm, der Diebsturm und das Wassertor-Museum waren deshalb für die Besucher offen. Beim Weg über den Wehrgang und durch den Speicherturm konnten die Führungsteilnehmer gut nachvollziehen, wie die Stadt einstmals vor vielen langen Jahren wehrhaft und „trutzig“ ihre Freiheit verteidigte. Vom Reichtum des frühen Mittelalters durch den Handel mit Leinwand bis hin zum Wandel der Strukturen zu Beginn des 19. Jahrhunderts und die Säkularisierung des Benediktinerklosters oder die Übernahme in das Königreich Württemberg reicht da das Spektrum. Selbst der frühe Wechsel zum Protestantismus 1531 prägte das Stadtbild von Isny entscheidend. Isny, eine Stadt in den Zeiträumen der deutschen Geschichte, gehörte zwar nicht zu den Anführern des Wandels, hat bis heute aber jedenfalls vor allem sein ursprüngliches Stadtbild im inneren Ring erhalten können. So wird das Städtchen auch weiterhin Anziehungspunkt für geschichtlich Interessierte bleiben.

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