Gelungenes Projekt

Viele Besuchern lauschen dem Auftritt der Singgruppe „Alt und Jung“ unter der Leitung von Angela Märkli im Seniorenzentrum Durach. Foto: Spielberg

„Musik verbindet Menschen“ – das zeigte sich vergangene Woche einmal mehr beim generationenübergreifenden Konzert der Grund- und Mittelschule Durach im Seniorenzentrum Durach. Im Rahmen des Projektes „ganz jung – ganz alt – ganz ohr“ des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, hatte Chor- und Projektleiterin Angela Märkli zum ersten Konzert ihrer Singgruppe geladen, die sich aus Buben und Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren der Grund- und Mittelschule Durach und Bewohner/innen des Seniorenzentrums Durach zusammensetzt.

„Ich möchte mit meinen Projekt ein Zeichen setzen und Alt und Jung durch spielerisches Musizieren und gemeinsames Singen wieder zueinander führen“, so Angela Märkli, die sich dieser Aufgabe im Rahmen ihrer Ausbildung zur „gerontopsychiatrischen Fachfrau“ stellte. Dass das Projekt Erfolg hat, stellte sie vor voll besetzten Haus zusammen mit allen ehrenamtlich Beteiligten mit Bravour unter Beweis. Man konnte förmlich spüren, wie bei beschwingt vorgetragenen Schlagern wie „Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nischt wie raus nach Wannsee…“ oder „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ von den jungen Choristen zum älteren Publikum eine unsichtbare Brücke geschlagen wurde und die Herzen der älteren Damen und Herren vom Vorgetragenen sichtlich berührt wurden. Gemeinsam hatten Alt und Jung im Vorfeld einige der bekannten deutschen Erfolgsschlager und Volkslieder einstudiert. Ganz zu Beginn dieses Projektes aber erhielten die Mittelschüler vor einigen Monaten erst einmal Besuch von zwei älteren Bewohnerinnen des Stifts, die ihnen im Unterricht anschaulich das Leben in einem älteren Körper versinnbildlichen wollten. Sie ließen die Kinder durch mitgebrachte milchige Brillen schauen, verteilten Ohrstöpsel und beluden die Kinder mit Gewichten, damit sie eine Vorstellung davon bekamen, was es im Alltag heißt alt zu sein. Achtsamkeit und Respekt vor dem Herbst des Lebens sollte den Kindern so vermittelt werden, gleichzeitig aber auch Lebendigkeit und Spontanität von den jungen Teilnehmern der Singgruppe zu den älteren zurück fließen. Dass dies gelang, davon konnten sich die vielen Besucher des Konzerts selbst überzeugen und Chorleiterin Angela Märkli versprach am Ende der Vorstellung, dass dieses Projekt weitergeführt wird und zugleich ein Zeichen setzen soll für andere, es ihnen gleichzutun.

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