Gelungenes Projekt besichtigt

Christian Skrodzki informiert Isnyer über den Bürgerbahnhof Leutkirch. Foto: Schubert

„Man kann von dem gelungenen Projekt ‘Bürgerbahnhof Leutkirch’ noch eine Menge lernen.“ Mit diesem Vorsatz hatten sich über den „Unternehmerstammtisch“ von Isny Aktiv rund 50 Teilnehmer für die Exkursion nach Leutkirch eingetragen und wurden dort von Christian Skrodzki, dem ehrenamtlichen Vorstand, begrüßt. Diesmal war es kein Betrieb, der besichtigt werden sollte. Es gibt in der Region durchaus noch andere Projekte und Objekte, die Aufmerksamkeit verdienen.

Fast 14 Jahre hat es gedauert bis mit einer feierlichen Einweihung das alte Bahnhofsgebäude in Leutkirch der Öffen- tlichkeit wieder zugänglich gemacht wurde. Was aus dem Gebäude geworden ist und unter welchen Umständen die nun perfekte Lösung entstehen konnte, ist wirklich erstaunlich. Die großzügig angelegte „Barfüßer“-Gastronomie im Erdgeschoss, die Büroetage mit dem Hauptmieter, Skrodzkis Werbeagentur „Inallermunde“, der gut restaurierte Veranstaltungssaal im Dachgeschoss und alles was sonst noch dazu gehört, wäre so nicht geworden, wenn die Bürger sich nicht zu einer Genossenschaft vereinigt hätten. Mit den zusammen gebrachten Geldern, staatlichen Zuschüssen, viel Eigeninitiative und vor allem auch Mut zu neuen Wegen sind sie kräftig mit eingestiegen. Natürlich waren im Vorfeld viele Bedenken auszuräumen und der Gemeinderat hatte mehr als einen Ansatz gebraucht, bis man sich zu dieser Lösung durchgerungen hatte. Die mehr als 650 Mitglieder der Genossenschaft hatten in kürzester Zeit 1,1 Millionen Euro zusammengebracht. Mehr als 15 000 Arbeitsstunden der Mitarbeiter stecken in diesem Projekt und das zahlt sich nun auch aus. Der Besuch der Gastronomie ist erstaunlich gut, die Menschen fühlen sich ganz offensichtlich wohl. Der Vortragssaal in der zweiten Etage mit der Dokumentation der in Leutkirch laufenden nachhaltigen energetischen Maßnahmen, ist schon jetzt gut angenommen worden. Christian Skrodzki und seine Mitstreiter sind stolz auf das Geleistete und die Isnyer Besucher hatten auf alle Fälle genügend Stoff zum Nachdenken mit auf den Heimweg genommen. Ob sich so etwas auch in Isny durchziehen ließe, ist dabei eine offene Frage. Möglichkeiten dafür gäbe es mit Sicherheit einige. Ob nach der Fahrt nach Leutkirch etwas daraus entwickeln wird bleibt erst einmal abzuwarten.

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