Rewe kommt nach Altusried und bekommt ein größeres Gebäude

"Froh und glücklich"

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Die Pläne für die „Postresidenz“ liegen bis auf weiteres auf Eis. Was mit der unansehnlichen Baulücke an der Hauptstraße im Ortskern von Altusried passiert, steht in den Sternen.

Altusried – Der Altusrieder Gemeinderat hat grünes Licht für den Umbau und die Erweiterung des ehemaligen Penny-Marktes am östlichen Ortsrand gegeben. In Kürze soll hier ein 1200 Quadratmeter großer Rewe-Vollsortimenter einziehen.

Im Ortskern hingegen bleibt die hässliche Baulücke, auf der einst die alte Post-Wirtschaft stand, wohl auch bis auf weiteres ungefüllt. Die Pläne für die sogenannte „Postresidenz“ wurden vom Investor auf Eis gelegt. Die Anwohner am östlichen Ortsrand von Altusried mussten seit der Schließung des Penny-Marktes im Oktober 2012 ohne nahegelegene Einkaufsmöglichkeit auskommen. Jetzt stimmte der Gemeinderat den Plänen des Investors zu, das Gebäude zu einem Rewe-Vollsortimenter mit einer Netto-Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern (statt bisher 700 Quadratmetern) umzubauen. Das letzte Wort hat nun das Landratsamt, bei dem die Pläne derzeit noch liegen. 

Die Genehmigung des Vorhabens wurde allerdings erst durch eine Änderung des Landesentwicklungsplans (LEP) möglich, der bisher in einem Ort von der Größe Altusrieds grundsätzlich nur einen einzigen Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern erlaubt hatte. Nach der neuen Regelung können auch weitere Versorger mit bis zu 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche in „städtebaulich integrierter Lage“ zugelassen werden, sofern dies für die Versorgung der Bevölkerung notwendig ist. 

Bürgermeister Heribert Kammel (Freie Wähler) äußerte sich auf Nachfrage des Kreisboten zu der neuen Entwicklung: Die Gemeinde sei „froh und glücklich, dass der Rewe kommt.“ Trotzdem müsse auf jeden Fall weiterhin intensiv auf das Ziel hingearbeitet werden, in Zukunft sowohl im Osten, als auch in der Mitte und im Westen des Ortes eine gute Nahversorgung zu gewährleisten. Derzeit haben die Altusrieder die Möglichkeit, in einem knapp 500 Quadratmeter großen Feneberg-Markt in der Nähe des Ortskerns, sowie in einem Netto-Markt am westlichen Ortsrand einzukaufen. 

Stillstand in der Mitte 

Was die Mitte angeht, hält der bereits seit vielen Monaten herrschende Stillstand auf unabsehbare Zeit an. Die Firma Feneberg teilte jüngst in einer schriftlichen Erklärung mit, eine Realisierung des Projektes des ortsansässigen Investors Hans-Jörg Welsing auf den Grundstücken der ehemaligen Post-Gaststätte und der Gärtnerei Walker sei derzeit wirtschaftlich nicht umsetzbar. Ein kurzer Rückblick: Der Investor hatte zunächst geplant, auf dem Areal an der Hauptstraße ein Wohn- und Geschäftshaus mit Apotheke, drei Arztpraxen und 13 Wohneinheiten zu errichten. Das aktuelle Baurecht für das nicht unumstrittene Projekt endet im September 2014. 

Zwischenzeitlich wurden neue Pläne entwickelt, die die Erweiterung des Projekts um die Fläche der Gärtnerei Walker und die Errichtung eines großen Feneberg-Marktes beinhalteten. Dass diese sogenannte „große Lösung“ nun vom Tisch sei, sei „schade, aber nicht völlig überraschend“, so Kammel. „Das wäre die Innerortsentwicklung gewesen, die wir uns als Gemeinde gewünscht hätten. 

Aber das Ganze hängt unter anderem an vielen weiteren Grundstücksgeschäften und somit ist die zu überwindende Hürde schon sehr hoch.“ Nun müsse man einfach abwarten, wie die Entwicklung der kommenden Monate aussehe und inwieweit der neue Bürgermeister samt Gemeinderat gegebenenfalls noch Veränderungen herbeiführen könne. Bis dahin müssen die Altusrieder mit dem hässlichen Loch in der Ortsmitte leben. „Da wäre eine zügige und gute Lösung sehr wünschenswert“, so Heribert Kammel.

Sabine Stodal

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