Gemeinde Haldenwang treibt Projekte voran

Vieles im Fluss

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Das alte Feuerwehrhaus in Haldenwang geht aller Voraussicht nach wieder ins Eigentum der Gemeinde über und soll zum Gemeinwohl genutzt werden können. Über das genaue Nutzungskonzept will der Gemeinderat 2016 beraten.

Haldenwang – Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung in Haldenwang erläuterte Bürgermeister Josef Wölfle den Sachstand zum Breitbandausbau, dem Mobilfunkmasten in Börwang, der Asylbewerberunterkunft am Schwimmbad sowie dem Erwerb des alten Feuerwehrhauses.

In Sachen Breitbandausbau müssen sich die Haldenwanger Bürger noch ein wenig gedulden. Die Frist für die Angebotsabgabe der durchführenden Firmen wurde gerade bis zum 29. Februar verlängert. Die Präsentation der Angebote sowie der Beschluss über die Vergabe sollen am 12. April erfolgen. Der Bescheid über die Bewilligung des Förderantrags wird dann für Mai erwartet, sodass die Arbeiten voraussichtlich von Juni 2016 bis Juli 2017 laufen werden. „Vorteil dieser längeren Zeitspanne ist, dass wir die Kosten von zirka 300.000 Euro auf zwei Haushaltsjahre verteilen können“, so Wölfle.

Beim Thema Mobilfunkmast in Börwang, der 2014 für einigen Diskussionsstoff in der Gemeinde gesorgt hatte (wir berichteten mehrfach), herrscht derzeit Stagnation. Der geplante Mast wird in einem Waldgebiet bei Börwang errichtet, rund 600 Meter von der nächstgelegenen Wohnbebauung entfernt. Der Standort hatte sich nach einer umfangreichen Untersuchung der zu erwartenden Strahlenbelastung, die das Umweltinstitut München im Auftrag der Gemeinde durchgeführt hatte, als die vergleichsweise beste Lösung erwiesen. Erst im Oktober 2015 habe das Landratsamt, in dessen Hand die letztendliche Entscheidung über die Baugenehmigung nun liegt, von der Deutschen Funkturm GmbH die Vorlage eines Freiflächengestaltungsplans eingefordert, in dem die Frage der ökologischen Ausgleichsflächen geklärt sein müsse. Dieser sei mittlerweile vorgelegt worden. Die Erschließung der Zufahrt sei nach seinem Kenntnisstand noch nicht abschließend geklärt, so Wölfle. Das Landratsamt habe bislang noch keine Baugenehmigung erteilt. „Ich habe keine Ahnung, wie lange das dauert, gehe aber davon aus, dass die Genehmigung erteilt wird, da es keinerlei rechtliche Handhabe dagegen gibt.“

Keine Spur von Stagnation gibt es hingegen in punkto neue Asylbewerberunterkunft beim Freibad. Die Arbeiten an den erforderlichen Brandschutzmaßnahmen seien „zu einem Gutteil“ abgeschlossen. Auch habe sich die Feuerwehr bereits mit den Örtlichkeiten vertraut gemacht. Die vom Landratsamt gewünschte Reduzierung bzw. Umrüstung der Beleuchtungsmittel im Haus werde ebenfalls Anfang kommender Woche erledig sein. Mit einer Übergabe des Gebäudes, das von einem Hausmeister betreut werden wird, sei allerdings kaum mehr vor Weihnachten zu rechnen. Erfreut zeigte sich Wölfle über die Arbeit des neu gegründeten Helferkreises, dem sich 35 Personen angeschlossen haben. Hier würden bereits sehr gute Strukturen aufgebaut, lobte der Rathauschef das Engagement der Ehrenamtlichen. Besonders hob er den geplanten „Refugee Guide“ hervor. Dabei werden die Neuankömmlinge mit den hier geltenden Gegebenheiten vertraut gemacht, mit Dingen wie Mülltrennung, Fahrradkursen, rechtlichem Grundwissen, der Stellung der Frau in unserer Gesellschaft u.v.m. „Wir sind so weit. Jetzt fehlen bloß noch d´Leit“, so Wölfle.

Das vor zwei Jahren vom Abriss bedrohte und an einen Privatmann zum Preis von 35.000 Euro verkaufte alte Feuerwehrhaus in der Ortsmitte geht aller Voraussicht nach an die Gemeinde zurück. Der Eigentümer, der das Gebäude aufwändig saniert und für eine gemeinnützige Verwendung vorgesehen hatte, ist weggezogen und bot der Gemeinde deshalb an, das Objekt für 65.000 Euro zu kaufen. Angesichts der getätigten Investitionen sei das ein sehr günstiger Preis, betonte Wölfle. Derzeit prüfe man die Möglichkeit, das Projekt durch Mittel zur Städtebauförderung unterstützen zu lassen.

Sabine Stodal

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