Gemeinsame Jugend

Gemeinsam sind wir stärker – diese Erkenntnis scheint nun die beiden renommierten Kemptener Stadtvereine, den TSV Kottern und dem FC Kempten, nach jahrelanger Rivalität endlich auf einen Nenner zu bringen. Und wenn es erst einmal im Jugendbereich ist. In der letzten Woche wurde bekannt, dass der FC Kempten und der TSV Kottern ab der Saison 2009/10 gemeinsame Jugendarbeit machen wollen.

Die Idee, eine Leistungsgruppe der C-, B-, und A-Junioren aus den besten Fußballtalenten der Stadt Kempten und dem Altlandkreis zu bilden, gibt es schon seit vielen Jahren. Leider scheiterte die Umsetzung oft an mangelndem Interesse einiger Vereinsführungen der Stadtvereine (FC Kempten, TSV Kottern, SV Heiligkreuz, SV 29 Kempten, SV Lenzfried, SV Cambodunum, FC Türk Sport Kempten und der inzwischen aufgelöste FC Azzurri Kempten). Die erste übergreifende Zusammenarbeit der Jugendabteilungen des FC Kempten, TSV Kottern, SV Heiligkreuz, SV Lenzfried und SV 29 Kempten gibt es bereits seit dem erten „Cambodunum Cup“ im Jahre 2002. Schon bei Beginn der Vorbereitungen, damals im Jahre 2001, begannen die genannten Vereine unter der Federführung des Sportamts der Stadt Kempten für das internationale Jugendpfingstturnier zusammen zu arbeiten, zwar nicht auf sportlicher, sondern auf organisatorischer Ebene. Aber immerhin wurde das Riesenprojekt „Cambodunum Cup“ mit zeitweise über 2500 Jugendlichen aus 13 Ländern bisher jedes Jahr gemeinsam realisiert. Führung aus beiden Vereinen Im Laufe der Zeit dachte der eine oder andere Visionär auch daran, eine Leistungsgruppe aus den besten Talenten aus Stadt und Land zu bilden, diese zu fördern, um langfristig sowohl der Konkurrenz wie dem FC Memmingen, FC Sonthofen und anderen Paroli, als auch den Jugendlichen aus der Umgebung eine sportliche Zukunft im gewohnten Umfeld zu bieten. Nun ist eine Jugendfördergemeinschaft geplant. Zunächst sollen D-, C-, B- und A-Junioren unter der JFG zusammengeführt werden. Die E- und F-Jugendmannschaften bleiben beim jeweiligen Verein. Durch diese Zusammenlegung entsteht bei den Jugendmannschaften beider Vereine, die sich im Übrigen sowieso alle privat gut kennen, wieder eine Konkurrenzsituation. Und Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Ein weitere Vorteil ist, dass für jede Jugendklasse zwei Mannschaften gemeldet werden können. Der TSV Kottern und der FC Kempten werden noch vor Beginn der neuen Saison mit jeweils zwei Führungsmitgliedern aus den entsprechenden Vereinen dazu einen eigenen Vorstand bilden. Zu dieser Führung gesellt sich dann noch ein sportlicher Koordinator als Ansprechpartner für Trainer und Jugendliche. Die Jugendfördergemeinschaft wirtschaftet selbst. Die Vereine legen also vor der Spielsaison zusammen und bestimmen über die neue Führung sowie über den Etat. Aufgaben verteilen Schon in der kommenden Saison sollen die Jugendmannschaften der JFG dann am regulären Spielbetrieb der jeweiligen Klassen teilnehmen. Ein weiterer Vorteil ist, dass auch höhere Spielklassen dadurch erhalten bleiben und die Jugendlichen nun sowohl höherklassig als auch unterklassig spielen können. Bis zum Start gibt es nun viel organisatorische Arbeit zu erledigen. Es muss unter anderem eine Satzung ausgearbeitet und die Trainer- und Betreuerstellen besetzt werden. Die Arbeit verteilt sich auf mehrere Schultern.

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