Das Gemeinwohl im Blickpunkt

OB Dr. Ulrich Netzer (rechts) bei seiner Neujahrsansprache vor zahlreichen Gästen in der Schrannenhalle. Foto: Matz

Die Bedeutung der Kommune für das Wohl der Allgemeinheit hob OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) am Montagabend beim traditionellen Neujahrsempfang der Stadt Kempten hervor. „In den Kommunen wird das tägliche Leben gestaltet“, sagte der Rathauschef in der Schrannenhalle des Rathauses vor zahlreichen geladenen Gästen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Behörden, Sport und Soziales. Ziel der Stadt Kempten müsse daher die „Stärkung des Gemeinwohls“ sein, appellierte Netzer.

Eine Kommune wie die Stadt Kempten sei dafür da, „die Strukturen für ein gutes Miteinander“ zu schaffen, erläuterte OB Netzer. Das gelinge aber nur, „wenn die Menschen nicht nur fordern, sondern auch geben“, betonte er. Dazu brauche es aber Menschen, „denen es Spaß macht, sich für Themen unseres Gemeinwohls zu engagieren.“ In Kempten können heuer gleich vier Jubiläen gefeiert werden, die nach Meinung Netzers das gelungene Zusammenspiel zwischen Gemeinde, Bürgern, Wirtschaft, Kultur und Verbänden besonders gut veranschaulichen. So erinnerte der Rathauschef an die Gründung des Heilig Geist Spitals am 4. Oktober 1412. „Das Spital war der Ursprung und Vorläufer aller späteren Krankenhäuser in Kempten“, so Netzer. Somit könne das Spital „als Anfang einer städtischen Sozialpolitik und eines städtischen Gesundheitswesens betrachtet werden.“ 600 Jahre später wird die Stadtverwaltung allein heuer rund 85 Millionen Euro für Soziales, Schulen und Kindergärten ausgeben. Trotzdem sei die Stadt weiterhin auf freiwilliges Engagement angewiesen, mahnte Netzer. In wirtschaftlicher Hinsicht sei vor allem die Gründung des Milchwirtschaftlichen Vereins am 17. Juli 1887 von Bedeutung. „Rückblickend erwies sich der Verein als entscheidende Stütze im Netzwerk von Tradition und Fortschritt.“ Noch heute basiere die wirtschaftliche Struktur der Region vor allem auf der Nahrungsmittelindustrie. Mitentscheidend für die heutige Stärke Kemptens sei die umstrittene Gebietsreform vom 1. Mai 1972 gewesen. Heute seien die Gräben von einst überwunden. „Wir sind eine Gesamtstadt – ein Kempten als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Region“, rief Netzer unter dem Applaus der Anwesenden. Das vierte Jubiläum in diesem Jahr ist das des Archäologischen Park Cambodunum, der vor 25 Jahren eröffnet wurde. Dabei sei es auch um das Vermitteln einer Kemptener Identität gegangen und gehe es heute immer noch. „Alle Jubiläen haben gemeinsam, dass sie die Anforderungen der jeweiligen Zeit erkannt, als städtische Aufgaben aufgegriffen und Lösungen gefunden wurden, die in Zukunft wirken“, erläuterte der OB. „Genau dies ist auch heute unsere Aufgabe als Verantwortliche der Stadt“, sagte er.

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Bauchtanz, Ballett und Bastelei
Bauchtanz, Ballett und Bastelei
Gewinnspiel: Wir verlosen Ferien-Freizeitpakete im Wert von 5.000 Euro
Gewinnspiel: Wir verlosen Ferien-Freizeitpakete im Wert von 5.000 Euro
Indien trifft Allgäu
Indien trifft Allgäu

Kommentare